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Wirtschaftsdaten
von Martin Savov am 24.08.06

Die nächsten Lesungen zur Inflationsentwicklung, die Geschehnisse an der Rohstoff-Front werden mit Sicherheit von großem Interesse sein. Nicht wenige sind noch der Meinung, dass eine stärkere, sogar starke Inflation allzu logisch und in etwa unausweichlich wäre (zu diesem Punkt habe ich gestern auf einen Beispiel-Beitrag von The Big Picture hingewiesen).
Nun, die Daten, die uns diese Woche erreicht haben, suggerieren noch einmal, dass sich die Konjunktur in den USA wohl verlangsamen wird. Immer noch sprechen wir von Anzeichen, die noch nicht durch festere Kennzahlen bestätigt sind.
Zum Beispiel der Immobilienmarkt, der heute wie gestern ziemlich im Zentrum des Interesses stand. Der Boom in diesem Sektor scheint endlich vorbei zu sein. Wie häufig nur war die Rede von einer Immobilienblase, die wie ein Schatten über jeglichen positiven Nahrichten aus Wirtschaft oder Börse stand? Vielleicht bekommen wir bald Klarheit, ob es tatsächlich eine Blase war oder nicht. Blasen - bekanntlich - platzen. Platzen würde ein relativ starker Rückgang in den Preisen bedeuten. Wir werden sehen. Mein persönlicher Tipp ist - keine Blase.
Der Markt - und somit auch der Immobilienmarkt - in den USA steht natürlich im Fokus der internationalen Business- und Finanzszene. Daher sind die Sorgen um mögliche Verwerfungen hier besonders ausgeprägt. Aber ich möchte darauf erinnern, dass sich die Immobilienmärkte etwa in UK und Australien oder auch in Südeuropa in einer ganz ähnlichen Situation befanden, und es wurde ganz ähnlich von einer unhaltbaren Entwicklung gesprochen, die böse enden wird.
In UK (vor allem England und London) sowie in Australien haben sich die Immobilienmärkte schon vor mehr als Jahr beruhigt. Die Notenbanken dort waren im Grunde genommen aus eben diesem Grund um einiges voraus im Zinserhöhungszyklus. Der Stopp im Immobilien-Boom kam auch früher und zeichnete sich (bisher) mit einem recht mildem Verlauf aus: die Preisen in den heißesten Bezirken sanken, der Gesamtmarkt blieb und bleibt relativ konstant. Auch deutlich abgenommen hat die allgemeine Geschäftsintensität in diesem Sektor. Von einem Platzen einer Blase ist bis heute noch keine Spur. Die Bank of England hat auch noch die Zinsen um einen Schritt wieder reduziert.
Warum soll es in Amerika auch nicht so glimpflich ausgehen? Eigentlich gibt es einen Grund - weil das möglicherweise Ende der Immobilien-Story mit einer globalen schwachen Konjunktur zusammenfallen könnte. Aber der Argument scheint mir etwas zu schwach und entfernt von dem spekulativen Hintergrund: Sollte es eine spekulative Blase geben, sie wird platzen unabhängig von der Konjunktur. Dies war nicht der Fall in UK und Australien (die mit ihrer angelsächsischen Mentalität, Wirtschaft und Finanzsystemen USA am nahesten stehen).
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Wong
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