Yunus: Mikrokredite für Arbeitslose in Deutschland
abgelegt im Archiv Namen am 30.11.09
Wie wäre es damit: Als Arbeitsloser kann man in Deutschland entweder eine staatliche Transferleistung (Arbeitslosengeld oder aber Hartz IV) beziehen oder man bekommt einen Kredit (!), etwa in der fünffachen Höhe der Transferleistung, um damit etwas eigenes auf die Beine zu stellen.
Auf den ersten Blick, würde ich sagen: Unmögliche Idee, wenn aber jemand, wie der Nobelpreisträger Muhammad Yunus im Spiegel-Interview so etwas zum Besten gibt, dann denke ich doch darüber nach. Und Yunus Argumente leuchten ein:
"Aber mit dem Arbeitslosengeld besteht kein Anreiz, neues Einkommen zu generieren. Im nächsten Monat kommt ja das nächste Gehalt. Das raubt den Menschen die Initiative. Man könnte Arbeitslosen doch auch Mikrokredite geben. Dann könnten sie ihr eigenes Unternehmen gründen. Fähige Menschen sollten nicht vor dem Fernseher sitzen, wie Zombies, ohne etwas zu tun zu haben. Ihr Potential und ihre Fähigkeiten bleiben ungenutzt. Ihre Kreativität wird verschwendet.
Jeder Mensch sollte das Recht auf einen Kredit haben. Man könnte doch sagen, ich schenke dir entweder 100 Euro oder ich gebe dir einen Kredit von 500 Euro. Das ist besser, als das Geld einfach so zu verteilen. Wenn nur die Hälfte der Menschen das Geld zurückzahlt, dann ist das schon ein Erfolg. Und wenn die Kreditnehmer erfolgreich sind, spornt das auch andere an. Der Stolz kommt zurück."
Tags: Muhammad Yunuy, Mikrokredit, Arbeitslosengeld, Arbeitslosenförderung, Wirtschaftsförderung, Nobelpreis, Friedensnobelpreis, Grameen-Bank
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