Wochenausblick: Hoffentlich keine Rezession
September 24th, 2006

Es war eine schwierige Woche mit "Ansage": angeblich mit guter Stimmung sind die Börsianer in die vergangene Woche gestartet, aber das Blatt wendete sich scheinbar plötzlich noch vom ersten Handelstag an.
Die erwartete Zinspause der Fed konnte die Ängste von einer möglichen stärkeren Abkühlung der Wirtschaft nicht aufhalten, sie hat sie wohl eher in den Mittelpunkt des (nervösen) Interesses gestellt.
Und so erhoffen sich die Börsen-Akteure in der kommenden und angesichts der nahenden Berichtsaison auch in den darauf folgenden Wochen Indikationen, dass die US-Wirtschaft nicht in eine Rezession hineinrutscht.
Daher ist zu erwarten, dass sich das Börsenklima deutlich und schnell eintrübt, falls die Unternehmensmeldungen und die Makro-Daten schwache Signale liefern. Zumal die Indizes gerade vor kurzem gut zulegen konnten und sich etwa der Dow Jones in der Nähe seines Allzeithochs befindet. Aber, wenn Sie mich fragen, bedürfe es für die Überwindung dieser Marke ab hier eines positiven Impuls, dass sich momentan leider nicht so richtig abzeichnet.
In diesem Sinne ist auch der wöchentliche Ausblick der Financial Times Deutschland:
Ob der deutsche aktienmarkt steigt oder fällt, hängt nach Ansicht der Landesbank Rheinland-Pfalz davon ab, ob die Angst vor einer Rezession in den USA oder die Hoffnung auf künftige Zinssenkungen dort in den Vordergrund rücken.
Wichtig bei der aktuellen Entwicklung sind zweifelsohne die Anleihemärkte. In der vergangenen Woche konnten die Anleihen gut Boden gewinnen:
Für die Rentenmärkte dürften sich die erwartet schwachen Konjunkturdaten aus Europa und den USA tendenziell positiv auswirken. In der vergangenen Woche haussierte vor allem der amerikanische Anleihemarkt. Nach dem unerwarteten Einbruch der Philadelphia-Fed-Index fielen die Renditen der Treasuries am Freitag auf Sechs-Monats-Tiefs. Auch die 30jährige Bundesanleihe rentierte so niedrig wie seit März nicht mehr.
Dies unterstützt in etwa die Analyse von Gottfried Heller, und dürfte die Bewertungsbasis für die Aktienmärkte tendenziell stärken. Aber auf der feinen Waage zwischen Verluste wegen schwächerer Konjunkturaussicht und Gewinne wegen fallender langfristiger Zinsen, würde ich noch auf das erstere tippen.
Kategorien: Gesamtmarkt




Naja, bin mir da nicht so sicher, aktuell stehen die Zeiten mal wieder richtig auf Sturm. Grad geht der DAX restlos in die Knie, aktuell in den letzten zwei Tagen über 400 Punkte Verlust.