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von Heidi P. Trabert am 14.05.07

"Meine Freundin ist seit 10 Jahren im öffentlichen Dienst beschäftigt, allerdings mit dem eher bescheidenen Einkommen von etwa 1100 Euro netto im Monat als Arzthelferin. Ebenso seit über 10 Jahren ist sie Kundin einer großen Bank. Bis letztes Jahr lag ihr Girokonto ausschließlich im Haben, ein Dispo-Kredit wurde trotzdem eingerichtet, obwohl dies nicht notwendig war.
Letztes Jahr zog sie um kaufte sich ein Auto, das sie über einen Kredit finanzierte. Dadurch kam das Konto leicht ins Soll. Gleichzeitig stiegen die monatlichen Kosten (Miete, Fahrzeugrate). Seit einem knappen Jahr liegt das Konto zwischen 1000€ und 2500€ im Soll - bei einem "Disporahmen von 2500 Euro. Fairerweise sei erwähnt, dass der Kreditrahmen auch mal um 100 oder 150 Euro überschritten war. Dies war aber nur tageweise der Fall, da durch das 13. Monatsgehalt und das Urlaubsgeld auch höhere Eingänge zu verbuchen waren. Schließlich ist sie mit unbefristeten Arbeitsverhältnis im öffentlichen Dienst seit 10 Jahren eine Idealkundin für die Bank.
Seit "Mitte/Ende 2006" rief die Bankmitarbeiterin regelmäßig an, um einen Termin zu vereinbaren. Sie wollte dieses vermeintlich finanzielle Problem lösen. Vor ein paar Wochen hat sie sich dann überreden lassen und einen Termin wahrgenommen. Ich sagte ihr zwar vorher, dass eine Umschuldung nichts bringt, weil sie ja sowieso schon hohen monatliche Kosten hat. Die haben den Kontostand hervorgerufen. Die Warnung hat leider nicht gefruchtet.
"Zufällig" nahm an diesem Termin auch noch eine Dame der Muttergesellschaft teil...
Das Ergebnis:
1. 3000 € Kredit über 4 Jahre zu 12,9% eff. Jahreszins und rund 96 Euro Rate im Monat und natürlich einer Restschuldversicherung was bei dieser Kredithöhe gar keinen Sinn macht!
2. Visacard 1 Jahr kostenfrei
3. Riesterrente
4. Unfallversicherung
Des Vorgehen ist schon interessant. Um den Abschluß zu forcieren, wurden Ängste geschürt und Horrorszenarien entworfen. Die monatlichen Fixkosten (der eigentliche Grund für den Kontostand) sind nach diesem Termin nochmal um etwa 150 Euro gestiegen. Schon bisher blieben ihr nach Abzug der Fixkosten monatlich nur 300 Euro. Was dazu geführt hat, dass das Konto nicht ausgeglichen werden konnte. Da ist es doch fraglich, wie dies mit nun 150 Euro im Monat funktionieren soll? Zumal "Gürtel enger schnallen" nicht darstellbar ist, da sie sich keine Luxusdinge leistet. 150 Euro monatlich zur freien Verfügung sind definitiv zu wenig. Interessant ist am Rande auch, dass jemand mit "finanziellen Problemen" auch noch eine Kreditkarte mit einem Limit von 2500 Euro bekommt. Dies ist vollkommen widersprüchlich."
Wie es weiter geht, lesen Sie im zweiten Teil.
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Wong
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Kommentar von:
herbert
(14.05.07 3:15 Uhr)
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Allerdings frage ich mich manchmal, wo diese Kunden ihren gesunden Menschenverstand verstecken.