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Wacker Chemie versinkt im sonnigen Durchschnitt

abgelegt im Archiv Ressourcen am 20.11.07

Wacker Chemie versinkt im sonnigen Durchschnitt
Grün und sauber möchte ja jedes Unternehmen sein. Zumindest nach außen hin, ob es tatsächlich auch innen so ist, kann man mit Recht hinterfragen. Aber gelegentlich schimmert es auch zwischen den Zeilen durch, so wie bei Wacker Chemie. Das Unternehmen, das von einer Familie geführt wird, gefällt mir sehr gut. Es ist ein wichtiger Lieferant für die Solarbranche, weil es Silizium herstellt und für viel Geld neue Fabriken baut. Die Aktie hat sich seit ihrem Börsendebüt fantastisch entwickelt, doch ist aktuell ein wenig teuer. Dem Unternehmen traue ich noch viel zu. Doch in Umweltdingen müssen sie noch an sich arbeiten. Warum?



Lesen wir dies doch einmal genauer: "Ökologische Nachhaltigkeit findet nicht nur heute und morgen statt. Als produzierendes Unternehmen arbeitet Wacker ständig daran, jedes einzelne Verfahren nachhaltig zu optimieren, um Rohstoffe zu sparen, Abfälle zu minimieren, Energie möglichst effizient zu erzeugen und auch Altlasten umweltgerecht zu sanieren." So weit so gut.

Doch nun kommt es: "Deshalb unterstützen wir von Anfang an das Responsible Care®-Programm der chemischen Industrie. Die kontinuierliche Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten für Anlagen und Prozesse sowie der Einsatz intelligenter Kreisläufe und Recyclingsysteme hat in den letzten Jahren weltweit die Emissionen in Luft, Wasser und Boden an den WACKER-Standorten stetig reduziert." Klingt gut, ist es aber nicht. Wacker schwimmt in der Chemiebranche nur mit. Doch von einem wirklich nachhaltigen Unternehmen würde ich erwarten, dass es sich ehrgeizigere Ziele setzt. Das passiert offenbar nicht.

Man mag dieses Durchschnittsdenken mit den gewaltigen Investitionen des Konzerns entschuldigen. Doch auf Dauer kommt Wacker nicht daran vorbei, noch nachhaltiger zu werden. Etwas mehr Drive in dieser Hinsicht würde mir bei dieser ansonsten gut aufgestellten Familiengesellschaft gefallen.

Fazit: Auf den nächsten Kursrutsch warten. Denn der kommt bestimmt. Momentan ist mir die Aktie zu teuer, auch wenn einige Analysten ihre Kursziele über 200 Euro hinaus erhöht haben. Andere raten dagegen auch schon zum Verkauf. Wer seit dem Börsengang dabei ist, sollte ruhig mal Gewinne mitnehmen. Immerhin hat sich die Aktie in etwa verdoppelt. Das ist für einen Chemiekonzern in anderthalb Jahren enorm.

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Permalink: Wacker Chemie versinkt im sonnigen Durchschnitt

Tags: Solar  Silizium  Energie  Solarzellen  Sonne 

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