US-Bürger müssen das sparen wieder lernen
abgelegt im Archiv Gesamtmarkt am 30.08.09

Im Zuge der Krise lernen die Amerikaner plötzlich, dass es durchaus auch einmal sinnvoll sein kann, zu sparen. Es muss nicht gleich jeder Dollar, der auf dem Konto eingeht, ausgegeben werden. Ach, was sag ich? Bislang galt in Amerikaner ja eher, dass jeder Dollar, der eines Tages mal auf dem Konto eingehen könnte, ausgegeben wird. Eine gigantische Wette darauf, dass es stets bergauf geht und dass man selbst gesund bleibt und seinen Job behält.
Eine Wette, die allzu viele Menschen verloren haben. Und nun halten sie einige ihrer Dollar mal zurück. Sprich: Die Sparquote steigt, bzw. erstmals seit langem gibt es in den USA mal wieder so etwas wie eine tatsächlich spürbare Sparquote. Das ist eigentlich gut. Schlecht ist: Jeder Dollar, der gespart wird, könnte auch den Konsum und damit die Nachfrage stützen...
Dieser Zwiespalt ist nur ein Aspekt, der in diesem guten Interview "Vier Prozentpunkte, die viel bedeuten" mit Jan Hatzius, Chefsvolkswirt bei Goldman Sachs, angesprochen wird.

Permalink: US-Bürger müssen das sparen wieder lernen
Tags: Wirtschaftskrise Finanzkrise Immobilienkrise Goldman Sachs Volkswirtschaftslehre Marktentwicklung Sp
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