Unternehmen: Börsengang immer unattraktiver
Juli 9th, 2008

© extranoise
Es gab Zeiten, in denen gehörte der IPO, also der Gang an die Börse, fast zum Pflichtprogramm eines jeden jungen Unternehmens. Ich denke da an die boomende "New economy" rund um das Millenium. Doch nachdem diese Blase irgendwann geplatzt ist, wurden die Unternehmen immer zurückhaltender. Das weiß auch n-tv und titelt Unternehmen scheuen Börse
Dabei ergab eine Studie von Pricewaterhouse Coopers, dass sich der Abwärtstrend gerade im laufenden Jahr deutlich beschleunigt hat:
Das Emissionsvolumen im zweiten Quartal 2008 an europäischen Börsen betrug mit 9,42 Mrd. Euro lediglich ein Drittel der Summe des Vorjahreszeitraums.
Lediglich die Schweizer Börse verzeichnete einen Zuwachs, in London wurde noch ca. die Hälfte des vergangenen Jahres erreicht. Anders Frankfurt:
Die Neulinge an der Deutschen Börse brachten es lediglich auf ein Zehntel der im Vorjahreszeitraum erfassten Werte. Von den acht Neuzugängen in Frankfurt waren lediglich drei echte IPOs, also Börsengänge, die mit einer Kapitalerhöhung verbunden sind.
Und sieht man mal von der SMA Solar Technology AG ab, die allein 95 Prozent des Emissionsvolumens ausmachte, so ergibt sich ein düsteres Bild. Mal schauen, ob mit dem Börsengang der Deutschen Bahn wieder mehr Dynamik in die deutsche Börsenwelt kommt.
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Momentan ist an den Börsen wirklich der Wurm drin. Das meiner Meinung nach Interessante ist ja, dass trotz Mittelabflüssen bzw. verminderten Mittelzuflüssen Private Equity Fonds derzeit nicht so richtig wissen, in welche Firmen sie das Geld ihrer Anleger investieren sollen. Ebenso sieht es – wie es der Artikel ja eindrucksvoll beschreibt – mit dem Exit per Börsengang aus. Das ist ja derzeit wirklich nur unter Inkaufnahme heftiger Abschläge zu den geplanten Emissionskursen möglich. Insgesamt also wirklich keine schöne Situation, die sich Anlegern und Investoren derzeit bietet.