Thorsten Polleit sieht im hohen Goldpreis ein Warnsignal
Oktober 22nd, 2007

Seit Anfang 2001 hat sich der Goldpreis mehr als verdreifacht. Das ist schön für Goldkäufer, doch womöglich schlecht für Anleihen. Denn wenn Gold wertvoller wird, könnte dies Zeiten mit deutlich höheren Inflationsraten ankündigen. Genau dies befürchtet auch der Chefvolkswirt von Barclays capital, Thorsten Polleit. Und er kann es – wen wundert es – an der Niedrigzinspolitik der Notenbanken in den vergangenen Jahren auch konkret festmachen.
"Durch billige Kredite und noch mehr Geld soll das Wirtschaftswachstum gestärkt und das Verschuldungsproblem entschärft werden", schreibt er in der FAZ. "Doch eine solche Geldpolitik verlagert die drohende Krise allenfalls in die Zukunft. Dies allerdings zum Preis noch höherer Inflation und noch größerer Kosten in Form von Wachstums- und Beschäftigungsverlusten."
Natürlich ist Inflation ein großes Übel, doch bisher waren alle Warnungen falsch oder verfrüht. Ob die Pessimisten dieses Mal richtig liegen? Polleit sagt für Europa: "Auch im Euro-Raum deutet alles auf Inflation." Dennoch zögere die EZB, die Zinsen anzuheben. Vorsichtige Investoren, die diesen Schlingerkurs nicht gut finden, entdecken daher die Vorteile von Gold wieder. So seine Sicht.
Fazit: Ich bin kein Gold-Fan, aber es ist vollkommen klar, dass zuviel Geld rund um den Globus geistert. Früher oder später kann sich dies in deutlich höheren Inflationsraten niederschlagen. Ist halt nur die Frage: Ob eher früher oder doch viel später?
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Kategorien: Wirtschaftsdaten




Ich finde das Thema des Geldmengenwachstums sehr interessant. Es ist jedoch schwer weltweit zu aggregieren.
Deine Sicht schein aufzugehen!!
Ich habe gerade eine Umfrage veröffentlicht zur Preisentwicklung:
http://www.gold-goldbarren.com/blog/goldpreis-prognose2009/