Steuerschätzung: Mehr Geld für den Bund
abgelegt im Archiv Wirtschaftsdaten am 17.06.10

© Rainer Sturm / PixelioSind das gefühlt die ersten guten Nachrichten seit Wochen: Die Bunderegierung kann mit höheren Steuereinnahmen in 2010 und in 2011 rechnen als sie bislang dachte - in etwa zwölf Milliarden Euro sollen mehr in die Kassen gespült werden als noch vor wenigen Wochen angenommen. Insgesamt: 1.037 Mrd. Euro.
Errechnet hat das das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel. Natürlich gibt es direkt ein ABER hintendran: Das Defizit des Bundeshaushalts soll auch im kommenden Jahr vier Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmachen - und bei dieser Annahmen wurde die punktgenaue Umsetzung der erst vor Kurzem vorgestellten Sparpläne berücksichtigt.
Sollten tatsächlich zwölf Milliarden Euro mehr in die Bundeskasse gespült werden, würde ich vorschlagen, dass man sich mal so verhält wie ein Privathaushalt, der auch knapp bei Kasse ist. Für ihn ist es vernünftig, wenn er zusätzliches, unerwartetes Geld nimmt, um es zu sparen, bzw. um Verbindlichkeiten abzubauen oder aber keine neuen Schulden entstehen zu lassen. Und in Zeiten, in denen 80 Milliarden gespart werden sollen, können zusätzliche 15 Prozent Sparpotenzial doch schon wirklich helfen. Also: Sparen!
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Permalink: Steuerschätzung: Mehr Geld für den Bund
Tags: Steuerschätzung, Bundeshaushalt, Haushaltssanierung, Sparpaket, IfW Kiel, Wirtschaftsforschung, Statistik, Neuverschuldung
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