Starcap Priamos oder welche Fonds am besten billige Aktien finden
Juli 12th, 2007

Der ganze Salat mit diesen Kennzahlen ist schon ganz schön nervig. Hinzu kommt, dass kluge Fondsmanager immer wieder erzählen, dass man sich auf nichts wirklich verlassen kann. Zu dieser Sorte gehört auch Peter Huber, dessen Fonds ich bekanntlich schätze. Zu seinen besten erfindungen gehört offenbar ein Produkt, das bisher unter Anlegern aber kaum wahrgenommen wird, der Starcap Priamos. Vom Prinzip erinnert mich der Fonds an das System von Frank Lingohr, weil ein Computer den größten Teil der Arbeit erledigt und neben der reinen Aktienbetrachtung auch Branchen und Ländergesichtspunkte eine Rolle spielen. Nur verwaltet Lingohr inzwischen viele Milliarden, Hubers Fonds dagegen nicht mal 300 Millionen Euro.
Diese relativ geringe Summe wundert mich deshalb, weil der Fonds in den Ranglisten ganz vorne steht und auch Top-Bewertungen erhalten hat. Nun haben sich die Huber-Leute aus Oberursel daher überlegt, mal etwas intensiver zu werben, zum Beispiel mit einem Ausgabeaufschlag von nur noch zwei Prozent. Nicht schlecht, aber ich würde trotzdem versuchen, auf einer der Fondsplattformen, zu denen auch ING-Diba zählt, den Fonds mit Null Prozent Ausgabeaufschlag zu bekommen.
In der Priamos-Werbung ist mir eine Tabelle (siehe Bild unten) ins Auge gefallen: Schon immer wollte ich ein Maß haben für verschiedene Kennzahlen. Dass ein KGV von weniger als 10 oft günstig ist, weiß ich. Aber was ist mit den anderen Kennzahlen? Die Tabelle mit den Priamos Kennzahlen liefert da gute Anhaltspunkte. Als Regel würde ich festhalten: Wenn ich eine Aktie finde, deren Kennzahlen unter den Priamos-Durchschnitten liegen, ist sie vermutlich günstig bewertet.
Also suchen wir nach Aktien mit einem KGV von weniger als 10, einem KCV von weniger als 4, einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von weniger als 1, einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von weniger als 0,5 und einer Dividendenrendite von mehr als drei Prozent. Ist doch zumindest schon mal ein Anfang.

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