Sentiment-Analysen mit Vorsicht zu genießen

September 5th, 2006

Sentiment-Analysen mit Vorsicht zu genießen

Es gibt diverse Erhebungen zu diversen Sentimentindikatoren. Spätestens seit der großen Euphorie an den Börsen Ende der 90er und dem darauf folgenden großen Börsen-Krach haben viele Investoren die Erkenntnis gewonnen, dass gute Stimmung bei den Aktien eigentlich eher auf schlechte Aussichten hindeutet und, umgekehrt, schwache Sentiment-Indikatoren gute Voraussetzung für steigende Kurse sein sollen.

Dass es nicht so einfach ist zeigt Robert Rethfeld in seinem Artikel "Das Sentiment kann täuschen".

Dabei vergleicht er Verläufe des Sentiments und die OEX-Put-Call-Ratio aus August-September 2000 mit der heutigen Situation. Seine Erkenntnis:

"Fehlende Euphorie ist nicht immer ein argument für steigende Kurse. Die aktuelle Situation erinnert an den August/September 2000, als der S&P 500 mit wenig Volumen stieg und fast ein neues Jahreshoch erreichte. Die OEX-PCR erreicht ein seltenes Extrem. Wir gehen davon aus, dass in der kommenden Woche ein zyklisches Hoch erreicht werden wird."

Nun, ja – man kann auch diese Schlussfolgerung ziehen. Mir ging's eher darum, sich nicht einfach auf eine statistische Erhebung wie die Sentiment-Indikatoren zu verlassen. Ich werde demnächst hierzu vielleicht noch einen kleinen Artikel schreiben.


Kategorien: Anlegersentiment

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

Feed

http://www.boersenweblog.de / Das Börsen Weblog - Sentiment-Analysen mit Vorsicht zu genießen - Finanzen, Geld, Märkte, Kurse, Dax, Börse, Zinsen, Aktien

Impressum