Schwacher Yen nicht unbedingt wegen Carry Trades

Februar 15th, 2007

Schwacher Yen nicht unbedingt wegen Carry Trades

Die Resonanz über die Yen Carry Trades hat längst die Presse und sogar das G7-Treffen erreicht. Viele sind besorgt. Die Volumen der Carry Trades Transaktionen sind naturgemäß sehr schwer zu schätzen. Sie werden etwa von den Experten JPMorgan auf ungefähr 330 Mrd. Dollar beziffert (40 Trillion Yen) – BOJ Keeps Carry Trade Alive and Well — for Now.

Den Carry Trades wird insbesondere die andauernde Schwäche der japanischen Währung zugeschrieben. Bei einer sich recht stark zurückmeldenden japanischen Wirtschaft (4,8 Prozent annualisiertes Wachstum im 4. Quartal 2006) wird suggeriert, dass der Yen unterbewertet ist.

Naja – ich bin da nicht so sicher. Vielleicht wird eher suggeriert, dass der Dollar nur einen Weg kennen muss – nach unten. Auf jeden Fall unter den sonst sehr überzeugten Stimmen, dass die Carry Trades genau diesen Effekt auf das Währungspaar Dollar/Yen ausüben, äußert sich der Bundesbankpräsident Weber etwas anders:

Sogenannte Carry-Trades sind nach Einschätzung von Bundesbankpräsident axel Weber nicht unbedingt für die Schwäche des japanischen Yen verantwortlich. 'Es ist noch nicht nachgewiesen, dass die Carry-Trades
für die Kursentwicklung verantwortlich sind', sagte Bundesbankpräsident Axel Weber der Nachrichtenagentur dpa-AFX. 'Jüngste Untersuchungen der Deutschen Bundesbank legen hier eine gewisse Skepsis nahe.' Vielmehr beeinflusst auch die Wechselkursdynamik die Positionierung an den Märkten und nicht nur umgekehrt, sagte Weber.

Via: Onvista.de, Bundesbank/Weber: Carry-Trades nicht unbedingt für Yen-Schwäche verantwortlich


Kategorien: Währungen

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