Russland: Oligarchen in Geldnot?

September 12th, 2008

Russland: Oligarchen in Geldnot?
© pixel0908

Dass es jemals eine solche Meldung geben würde hätte ich bis vor Kurzem nicht gedacht. Es geht um den unermesslichen Reichtum russischer Oligarchen, der offensichtlich doch nicht so unermesslich ist. So titelt das seriöse Handelsblatt mit der Überschrift Russlands Oligarchen geht das Geld aus und bezieht sich auf die Georgienkrise sowie die heftigen Kurseinbrüche an der Moskauer Börse. Beides zusammen sorgt dafür, dass das größtenteils spekulativ angelegte Vermögen immer mehr zusammenschrumpft:

Investoren in Russland fehlt es Bargeld, so das Urteil von Bankern und Analysten. Die gesamte Wirtschaft leidet unter einer massiven Unterversorgung mit Liquidität. Banken, Fonds und Großanleger sehen sich in letzter Zeit dazu gezwungen, sich von sonst attraktiven Positionen zurückzuziehen, um ihren Verpflichtungen nachkommen zu können. Kein Wunder, dass der Aktienmarkt keine positiven Impulse für steigende Kurse bekommt.

Nicht nur, dass ausländische Investoren seit Beginn der Georgien-Krise rund 4,6 Milliarden US-Dollar aus dem Land abzogen, die "Dunkelziffer" liegt hier sogar nach einigen Schätzungen bei 20 Milliarden.

Insbesondere die Superreichen sind von der Krise betroffen und selbst die so genannten "Rohstoffbarone" gelten als beschädigt. Wann diese Talfahrt gestoppt wird, ist derzeit nur schwerlich zu beantworten.


Kategorien: News

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RSS Kommentare1 Kommentar

  1. Boris Blogitsch

    Den Oligarchen geht es persönlich besser den je. In Liquiditätsschwierigkeiten sind die von ihnen beherrschten Unternehmen. Das Eine hängt eng mit dem Anderen zusammen. Wirtschaftskrise hin oder her.

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