Renault fährt Daimler, BMW und VW bald auf und davon

September 8th, 2007

Renault fährt Daimler, BMW und VW bald auf und davon

Autos zu verkaufen, ist ein relativ einfaches Geschäft. Doch so richtig gut läuft es derzeit nicht. Das zeigen allein schon die vielfältigen Rabattaktionen der Hersteller. 30 Prozent unter dem Listenpreis sind da mitunter für die Käufer drin, wenn man Preise vergleicht, mit Händlern feilscht oder im Internet bestellt. Kein Wunder also, dass auch die Aktien der vier wichtigsten Aktien in Europa Moment nicht besonders teuer sind. Sowohl BMW als auch daimler werden innerhalb des Dax niedriger bewertet als der Durchschnitt der Aktien. Nur Volkswagen wirkt im Vergleich schon relativ teuer, da die Aktie zuletzt hervorragend gelaufen ist. Doch dies ist eine Ausnahmesituation, weil der Konkurrent Porsche den Massenhersteller aus Wolfsburg übernehmen will. Darauf spekulieren offenbar die Märkte weiter. Am günstigsten jedoch erscheint unter den großen Indexmitgliedern in Europa momentan Renault. Warum?

Ein reiner Zahlenvergleich soll das belegen. Die Aktie, die im Euro-Stoxx-50-Index ist, notiert derzeit rund 20 Prozent unter ihren Jahreshochs. Was gut ist. Sie bietet eine Dividendenrendite von mehr als drei Prozent. Was ordentlich ist und besser als bei den drei deutschen Herstellern. Die Analysten erwarten zudem einen starken Anstieg der Gewinne. So prognostiziert die Deutsche Bank, dass das Ergebnis je Aktie von 9,32 Euro im vergangenen Jahr nun in diesem Jahr auf 11,05 Euro steigt. Das ist ein Plus von 18,5 Prozent. Im nächsten Jahr sollen es gar 14,36 Euro je Aktie werden. Das entspricht sogar einem weiteren Ergebniswachstum von rund 30 Prozent. Solch herausragende Erwartungen führen zu Kurs-Gewinn-Verhältnissen von deutlich weniger als 10. Oder umgekehrt: Mit Blick auf dieses Jahr beträgt die Gewinnrendite 11,2 Prozent, mit Blick auf nächstes Jahr sogar 14,7 Prozent.

Von der Papierform her ist Renault also derzeit unter den schweren Autoaktien in Europa nicht zu schlagen. Fragt sich nur, wann die Märkte dies auch wieder erkennen und die Aktien damit wieder in Richtung ihrer Höchststände schieben. Vielleicht beim nächsten Sieg eines Renault-Fahrers in der Formel 1?

Die vier großen Auto-Aktien in Europa

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