Politische Börsen
September 1st, 2006

Politische Börsen haben angeblich kurze Beine. Das hat man auch immer wieder in den vergangenen Jahren feststellen können. Selbst große, weltbewegende Ereignisse hatten dann natürlich ihre auswirkung auf die Börse gehabt, aber letztendlich wurde und wird der Trend der Aktienkurse viel entscheidender von der Gewinnentwicklung oder der monetären Politik beeinflusst.
Martin Wirth und Markus Dahlheimer bieten im Artikel "Just ignore it" einige lakonische, aber treffende Einsichten, wie die Fondsmanager häufig mit den politischen und sogar auch wirtschaftlichen Schlagzeilen umgehen.
Wenn man es mit dem Bild verbindet, das die FAZ.net in Konjunkturfaktor Angst zeichnet, fragt man sich, ob die Geldverwaltern in Amerika so viel anders denken und fühlen, oder ob es sich hier einfach um die Ängste der breiten Masse handelt (darunter auch eine breite Masse von Unternehmern, die natürlich nicht gleichzeitig gute Investoren sein sollen).
Eure Meinung würde mich interessieren: kann man die aktuelle Situation (zugespitzt) darauf reduzieren – die Aktien-Optimisten schauen sich die Daten der einzelnen Unternehmen an und staunen über die günstigen Einstiegsmöglichkeiten, während die Aktien-Pessimisten die weltpolitische Bühne beobachten und überall kritische Spannungen und Krisenszenarien entdecken?
Kategorien: Anlegersentiment



