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Pillendreher oder warum Pharma-Aktien wieder kommen könnten

abgelegt im Archiv Börsentipp am 14.07.07

Pillendreher oder warum Pharma-Aktien wieder kommen könnten
Pharma-Aktien zählten noch nie zu meinen Favoriten. Die Unternehmen sind mir zu groß, zu schwer und irgendwie unheimlich. Doch immer häufiger höre ich Stimmen, dass die Branche eigentlich ziemlich billig sein könnte. Selbst Warren Buffett hat ja bereits vereinzelt investiert. Aufgefallen ist mir jüngst die berenberg bank, deren Vermögensanlage jedes Jahr von den Fuchs-Briefen über alle Maßen gelobt wird. Deren Analysten meinen: "Pharmaaktien haben Nachholpotenzial"



1. "In den letzten 4 Jahren hat der europäische Pharmasektor an der Börse nur halb so stark zugelegt wie der Gesamtmarkt. Während Aktien aus dem Rohstoff-, Infrastruktur-, Exportgüter- und Finanzbereichen aufgrund des globalen Wirtschaftswachstums haussierten, hatten Pharmaunternehmen mit zunehmendem Preisdruck und Pipelineproblemen zu kämpfen. In den 90er Jahren bis Anfang der 2000er wiesen die Pharmamärkte noch hohe zweistellige Wachstumsraten auf. Für die kommenden Jahre wird weltweit "nur" mit einem Wachstum von 6 bis 7 Prozent gerechnet."

2. "Die Branche befindet sich jedoch in einem Restrukturierungsprozess. Großunternehmen sind jetzt offener für Kooperationen mit kleineren Biotechunternehmen. Das langfristige Wachstum ist weiter intakt. Demographische Effekte, wie die weltweit zunehmende Überalterung, sorgen für ein konstantes Wachstum. Neue Wachstumschancen ergeben sich auch in den "Emerging Markets" durch den zunehmenden Wohlstand. So wachsen die südamerikanischen und asiatischen Märkte mit hohen zweistelligen Raten."

3."Der defensive Charakter der Branche könnte wieder in den Fokus rücken. So haben sich in den letzten fünf US-Zinserhöhungszyklen Pharmaaktien besser entwickelt als der Gesamtaktienmarkt. Wurden Pharmaaktien in den 90er Jahren im Durchschnitt mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 30 bis 40 gehandelt, liegt es jetzt im Bereich 12 bis 17. Dies wird auch zu erhöhten M&A-Aktivitäten führen, was wiederum die Aktienkurse von Pharmaunternehmen beflügeln sollte. 2006 kam es zu einem neuen Rekord von Großübernahmen - im Bereich Pharma mit einem Volumina von ca. 120 Milliarden Dollar."

Die Argumente gefallen mir, ich werde die Branche nun intensiver beobachten, obwohl mich ein Blick in die Branchenallokation des Starcap Priamos sofort skeptisch macht. Danach gehören Pharma und Bio zu den teuersten Branchen. In dem Value-Fonds tauchen sie so gut wie gar nicht auf, was sicher auch daran liegt, dass dieser Fonds US-Aktien extrem niedrig gewichtet.

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Tags: Pharma  Börse  Aktien  Berenberg 

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