Noch ein paar Holzaktien und ein Index

Juli 19th, 2007

Noch ein paar Holzaktien und ein Index

Bis vor anderthalb Jahren blieb Holzinvestoren hierzulande nichts anderes übrig, als Bäume zu kaufen oder ein Stück Wald aufzuforsten. Von der großartigen Renditen amerikanischer Universitäten im Holzgeschäft konnten sie nur träumen. Vor gut einem Jahr brachte dann die UBS ein Holz-Zertifikat, das sich am anfang jedoch gar nicht gut entwickelte. Nun jedoch läuft es besser und die Schweizer Banker bewerben es intensiver, zumal die Konkurrenz auch nachgezogen hat. Suchen sollte man übrigens immer unter Holz und Timber.

Die Idee: Man nehme ein paar Holzaktien und konstruiere daraus einen Index, der wiederum an Anleger verkauft wird. Da jedoch die meisten Unternehmen im Dollarraum arbeiten, unterliegen Anleger einem Währungsrisiko. Warum also nicht direkt in die einzelnen Aktien investieren? Am stärksten gewichtet die UBS in ihrem Index derzeit Weyerhaeuser Co., Rayonier Inc. Reit, Plum Creek Timber Company Reit und Lousiana Pacific Corp. Als einziges deutsches Unternehmen ist Pfleiderer vertreten, deren Aktie bekanntlich auch die Commerzbank empfiehlt, wie aus meinem Blog hervorgeht.

Mein Blog zu dem geschlossenen Holzfonds

Chart und Nachrichten zu Weyerhaeuser
Chart und Nachrichten zu Rayonier
Chart und Nachrichten zu Plum Creek
Chart und Nachrichten zu Lousiana Pacific


Kategorien: Klima

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RSS Kommentare1 Kommentar

  1. Merrill

    Generell warne ich aktuell vor Holz- bzw. Waldaktien-Zertifikate,
    angesichts deren relativ grosse Abhängigkeit vom amerikanischen Hausbaumarkt.
    Mir ist kein entsprechender Fonds bekannt, der nicht mindestens 40% Aktien aus Nordamerika enthält.
    Meistens sind diese auch noch stark im Holzbearbeitungsmarkt
    tätig, der ganz besonders unter Nachfragerückgängen leidet.

    Im deutschprachigen Bereich gibt es zwei Tropenholzaktien: Die Schweizer Precious Woods und die österreichische Teak Holz International. Precious Woods wird mit dem 5-fachen der THI-Börsenpreises bewertet, hat jedoch ca. die 55-fache Hektarfläche Tropenwald. Diese werden FSC-zertifiziert und zudem besonders ökologisch extensiv bewirtschaftet. Durch die Risikodiversifizierung auf viele Länder und den Erwerb eines grossen Holdhändlers strategisch gut aufgestellt:
    http://www.preciouswoods.com

    Neben Waldaktienzertifikate und Tropenholzaktien gibt es mittlerweile mehrere
    Wald-Fonds und Wald-Direktbeteiligungsmöglichkeiten in Deutschland:

    Die Hauptgründe hierfür:
    1) Statistisch sind Tropenwaldinvestments ausserordentlich rentabel.
    Die durchschnittliche Rendite lag in den vergangenen 20 Jahren bei ca. 15 % p. a. (NCREIF Timberland Index),
    bei minimalen Volatilitäten. Siehe hierzu auch den interessanten Artikel:
    http://www.handelsblatt.com/News/default.aspx?_p=203855&_t=ft&_b=1428275

    2) Weltweit ist Holz nach Erdöl und Gas wertmässig der drittgrösste gehandelte Rohstoff.
    In den USA werden im Holzinvestmentmarkt jährlich deutlich zweistellige Milliardenwerte investiert.
    In Deutschland gab es also einfach grossen Nachholbedarf.

    In Kürze gibt es ein Dutzend Waldfonds- und Direktkauf-Angebote.
    Bei der Renditeprognose liegen alle Beteiligungsangebote im Bereich ca. 7 bis 12 Prozent.
    Die Fonds etwas weniger (Bauminvest am geringsten), bei den Direktbeteiligungen etwas höher.
    Bei den Fonds ist die minimale Beteiligungssumme und das renditefressende Agio sehr unterschiedlich.
    Auch sind nur wenige Waldinvestments FSC-zertifiziert, z.B. Bauminvest
    und die Direktbeteiligungen von Rainforest Invest und Forest Finance.

    Nachfolgend eine Übersicht aus den diversen Artikel.
    Fondsname, Mindestbeteiligungssumme und Agio:
    1) Jamestown Timber: US$ 40.000 + 5% Agio
    2) DFH Deutsche Fonds Holding: US$ 20.000 plus 5% Agio.
    3) KGAL Timber Class 1: US$ 15.000 plus 5% Agio
    4) Nordcapital Waldfonds 1: 10.000 Euro plus 5 % Agio
    5) DWS Access Global Timber : US$ 10.000 plus 5% Agio
    6) BaumInvest: 5.000 Euro plus 7% Agio

    Siehe hierzu auch :
    http://appl3.welt.de/media/download/543770886ad4c22e5913cc6f1b8c58bf/2008-07-27_WSBE-VP1_24.pdf
    Dort sind die Fonds ausführlicher charakterisiert auch alle Homepageadressen aufgeführt.

    Mit deutlich niedrigeren Summen und ohne Agio kann man mit sogenannten Direktinvestments einsteigen.
    Die deutschen Anbieter erachte ich ausnahmslos als seriös.
    Im Sonderheft „Grünes Geld“ der Zeitschrift Finanzen/Euro wurden als deutsche Anbieter genannt:
    1) Rainforest-Invest: Ab 25.000 Euro für 10.000 m2
    http://www.rainforest-invest.com

    2) Miller Forest Investment: Ab 4.500 Euro für ein Paraguay-Investment.
    http:/www.miller-investment.com

    3) Forest Finance mit dem WaldSparBuch: Ab 2.400 Euro für 1000m http://www.forestfinance.de

    4) Und dann noch der „BaumSparVertrag“, ab 30 € monatlich die kleinste Beteiligungsmöglichkeit.
    http://www.BaumSparVertrag.de

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