Neuemission einer Unternehmenshülle
Juli 3rd, 2008

© thiemadotcom
Die Allianz ist eine Versicherung, Siemens stellt Elektrogeräte her, die Metro ist ein Einzelhändler und E.On ein Energiekonzern. Man könnte diese Liste der börsen-notierten Unternehmen beliebig weiterführen und würde in fast allen Fällen ein Tätigkeitsfeld finden. Ich betone das "fast", denn nun ist die erste Unternehmenshülle an die Börse gegangen. Dahinter steckt die deutsche bank und die "Welt" schreibt:
Zweck der Gesellschaft mit dem Namen "Germany I" ist, mit dem eingesammelten Geld der Investoren ein Unternehmen zu kaufen. In Amerika gibt es bereits 170 solcher auch "Blankoscheck-Unternehmen" genannter Vehikel. In der Sprache der internationalen Finanzwelt heißen sie "Special Purpose Acquisition Companies", kurz Spacs.
Geplant ist es, zunächst 275 Millionen Euro einzusammeln und dann mit dem Shopping zu beginnen. Insgesamt sind 140 potentielle Übernahmekandidaten im Visier und weiter erfahren wir:
Germany I ist auf der Suche nach einem Unternehmen im Gesamtwert von rund 1,5 Milliarden Euro. Die eigenen knapp 300 Millionen Euro entsprächen dann einer Beteiligung von 20 Prozent.
Ein wenig seltsam ist die Idee ja schon, doch glaubt man Experten, so sind mit diesem Modell durchaus hohe Renditen zu erwarten.
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