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Analysen
von Heidi P. Trabert am 03.05.07

Klar, das ist eine starke Marke, die weltweit bekannt ist. Darauf wies eigens der Chefredakteur des Handelsblatt in seinem "Weblog Aktuell" hin. Und Bernd Ziesemer fügt hinzu: "All das Geschwafel über das baldige Ende der Zeitungen, das so viele ohne den Hauch einer Ahnung von Medienökonomie verbreiten, kann man getrost vergessen." Und sicher hat das Journal auch bewiesen, dass man im Internet Geld verdienen kann. Ziesemer weiß es: Als einziges der großen Medien sei Dow Jones den Weg einer "geschlossenen Site" gegangen, die man abonnieren muss.
Meine Realität ist eine andere: Das Wall Street Journal habe ich nicht abonniert und will das auch nicht. Zum Zeitunglesen komme ich wegen der Kinder kaum noch. Am Wochenende sind wir froh, wenn wir mal einen Ausflug machen können - in Ruhe in der Zeitung schmökern ist da nicht drin. Meine Freunde lesen lieber ein Buch. Und wenn ich junge Leute frage, wie sie sich informieren, lautet meistens die Antwort: Internet.
Mag ja sein, dass die Verlage im Internet-Geschäft sich die saure Zitrone schon redlich verdient haben, wie Ziesemer sagt. Deshalb glaube ich aber noch lange nicht an die Zukunft der Zeitung. Die befinde sich in einem säkularen Niedergang, flüsterte mir vor ein paar Tagen noch ein Fondsmanager ins Ohr. Auch wenn ich noch nicht glaube, dass Bloggen die Lösung für alle Informationsprobleme dieser Welt bietet, Zeitungen sind für mich ein Auslaufmodell. Deshalb würde ich auch keinen Gedanken daran verschwenden, solche Aktien zu kaufen. Ok, ich gebe zu, heimlich wünsche ich mir, dass ich unrecht habe...
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Wong
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