Mr. Market hatte schlechten Tag
März 2nd, 2007

Die klassischen (Mainstram) Theorien der Finanzmärkte gehen von rational handelnden Individuen aus. Auch Nobelpreisträger erzählen uns von "effizienten Märkten" und homo oeconomicus. Die Wahrheit – denke ich – sieht ziemlich anders, ja fast gegenteilig aus. Zumindest auf kurzer bis mittelfristiger Sicht.
Viel angebrachter erscheint der Archetypus des Mr. Market – ein metaphorischer, manisch-depressiver Charakter, der zuerst von benjamin graham benutzt und später durch Warren Buffett popularisiert wurde.
Mr. Market ist launisch-emotional, und stark von seinen Launen abhängig. Den einen Tag ist er in guter Stimmung, euphorisch, nichts kann schief gehen, seine Pläne sind die größten, seine Aktien sind die tollsten, und entsprechend verlangt er einen (unverschämt) hohen Preis für sie.
Bald darauf, kann er zutiefst bedrückt erscheinen, depressiv, verzweifelt, nichts klappt, nichts hat einen Sinn, und die Aktien?… alles Schrott, alles nichts Wert…
So, vielleicht hatte Mr. Market in den letzten Tagen einfach einen Schlechte-Laune-Anfall.
So zumindest sieht die Lage Nicholas Vardy und argumentiert in seinem Artikel Understanding Mr. Market's Mood Swings warum es sich nur um eine vorübergehende Korrektur handeln kann.
Kategorien: Anlegersentiment




I found this article very interesting, it has the key elements that make a “lazy day” as you are saying.