Mit amerikanischen Aktien will Fondsmanager Walter wieder erfolgreich werden
Juni 13th, 2007

Selbst die besten Investoren kommen schon mal in Bedrängnis. Das gab Fondsmanager Winfried Walter in einem Interview gerade zu. "Unsere Kunden fragen auch: Was macht der Walter da. Sieben Jahre hat er outperformt und jetzt liegt er hinten", antwortete der Vorstand der Vermögensverwaltung Albrech & Cie dem Euro-Fondsexpress. "Wir haben einfach zu frühzeitig stark auf discount-Zertifikate gesetzt. Derzeit besteht der Fonds zu 30 Prozent daraus." Pech, er war in seinem Optiselect zu vorsichtig, wie viele andere Investoren auch, die unterbewertete Aktien suchen, also "Value". Sie kaufen früh, schwenken aber oft auch zu früh um. Dadurch machen sie Übertreibungen an der Börse nicht mit, verlieren aber auch in guten Börsenzeiten viel Rendite.
Walter ist nun jedoch nicht zu den Bären übergelaufen. "Die Nachfrage aus Indien und China etwa nach deutschen Maschinen ist einfach unvorstellbar hoch", sagt er. Asien werde auch langfristig für "unseren Wohlstand" verantwortlich sein, wenngleich er kurzfristig besorgt ist. Vielleicht werden die Olympiade in Peking der Höhepunkt der aktuellen Übertreibung.
Der Fondsmanager hat aber schon ein neues Ziel entdeckt. Wenn Aktien weiter korrigieren, "wird die USA auf unserer Kaufliste stehen", sagt er. Dafür müsse nur der Dollar noch etwas schwächer werden und die Märkte um weitere 10 bis 15 Prozent fallen.
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