Meine Tops in den Blogs – die Börsenwoche bis zum 15. Juli

Juli 15th, 2007

Meine Tops in den Blogs - die Börsenwoche bis zum 15. Juli

Unwetterwarnungen sind in Mode. Als Spezialisten dafür empfehle ich das Börsennotizbuch, mein Blogger-Kollege schreibt sie alle auf. Zum Beispiel jene von einem gewissen Thomas Müller. Nie vorher gehört, aber das muss ja nichts heißen. Was alle diese Warnungen bedeuten? Das weiß ich auch nicht, aber es gibt ja Zeitgenossen, die ihre Schlüsse daraus ziehen. Zum Beispiel: Auszusteigen. Zum Beispiel: Jetzt erst recht. Was ich von den Kollegen außerdem noch erwähnenswert finde…

Mir gefällt diese Frage von Frank Wiebe: Wann gehören die USA den Chinesen. "Das Spiel ist recht simpel und erstaunlich stabil. Die Chinesen produzieren mehr, als sie verbrauchen, und exportieren einen großen Teil der Überschüsse in die USA. Die Amerikaner verbrauchen mehr, als sie produzieren. Wie findet der Ausgleich statt? Im Prinzip dadurch, dass China nach und nach die USA aufkauft. Im Detail läuft es über die Währung. Die Chinesen kaufen massiv amerikanische Papiere und drücken dadurch den Kurs ihrer Währung. Das macht die eigenen Ausfuhren billig und heizt so den Export an. Gleichzeitig werden die Importe teuer. Unter dem Strich verdammt die Regierung so ihre Einwohner zum Sparen – sie tun das, indem sie relativ zu wenig für ihre Exporte bekommen und zu viel für die Importe bezahlen. Im Gegenzug häuft China Dollarreserven an. Weil sie die luktrativer anlegen will, hat sie ja jetzt eine eigene Agentur gegründet, die nicht mehr nur Staatspapiere kauft, sondern sich auch an US-Unternehmen beteiligt – spektakulär war der Einstieg beim Private-Equity-Riesen Blackstone.
Wie lange kann das Spiel weitergehen? Nun, theoretisch so lange, bis China die ganzen USA aufgekauft hat …"

Witzig finde ich auch dieses Szenario in der Zeitenwende aus der Schweiz: Alle Internetdaten sind verloren. "Schuld ist ein Mann aus Connecticut, der 35 Windows gleichzeitig offen hatte, online Poker spielte und gleichzeitig über Skype mit seinen Freunden verbunden war. Die Wirtschaft von Nigeria ist darauf zusammen gebrochen. 94 % des Bruttosozialproduktes basieren auf Internet-Innovationen. Zusammen gebrochen ist auch das Leben eines Bloggers, der sich beim Nachrichtensender meldete: "Plötzlich fühlt sich mein Leben so langweilig an…"

Wie wird man Milliardär? Die Zeit hat das alles aufgeschrieben. Warum Geld nicht glücklich macht? Das weiß ein Professor Mathias Binswanger: "Jemand kauft ein neues, schönes Haus, dann ist er zuerst sicher glücklich. Man gewöhnt sich aber relativ schnell daran, und nach kurzer Zeit empfindet man den Zustand als normal. Dann muss wieder etwas Nächstes kommen; etwas, das die eigenen Ansprüche wieder übersteigt. Untersucht wurde dieser Effekt zum Beispiel bei Lottogewinnern. Resultat: Ein Jahr nach dem Lottogewinn waren sie – wegen der gestiegenen Ansprüche – ungefähr gleich glücklich respektive unglücklich wie vor dem grossen Gewinn."

Trader's Quest notiert, das Jim Rogers Rohstoffe gut findet, aber Emerging Markets nicht: "Jim Rogers, der zusammen mit George Soros den Quantum Fond gründete, hat all seine Positionen in den Emerging Markets verkauft, mit der Ausnahme von China: "Ich habe fast alles aus den Emerging Markets verkauft. [...] Das einzige was ich nicht verkauft habe ist China. Ich will China niemals verkaufen, aber wenn sich China dieses Jahr nochmals verdoppelt, ist es eine vollständige Blase und ich werde verkaufen müssen."

Harry Potter und die Börsen: Nichts mehr, heißt es auf Yeald. "Auf die Aktien der beiden Verlagshäuser Bloomsbury und Scholastic, die die Rechte an den Harry Potter-Romanen erworben haben, strahlt der Glanz der mirakulösen Potter-Mania indes immer weniger ab. Das Londoner Verlagshaus Bloomsbury etwa, das Rowlings Manuskript 1995 schließlich nach 12 Absagen für den Mini-Vorschuss von 2200 Euro kaufte, ist in den vergangenen Jahren in die bedenkliche Abhängigkeit seines gefährdeten Superstars geraten. So stieg die Bloomsbury-Aktie seit dem Börsengang 1998 ebenso wundersam empor wie die Verkaufszahlen des neuentdeckten Fantasyhelden und bescherte Anlegern binnen drei Jahren den zauberhaften Kurszuwachs von mehr als 1500 Prozent."

Der Markt für Tagesgeldkonten befindet sich aktuell in einem Neukundenkampf, notiert Insidepos. Banken wie Comdirect oder Cortal Consors locken mit neuen Angeboten und bessern regelmäßig ihre Angebote nach. Dennoch lohnt sich ein genauer Vergleich. Tagesgeld ist heute die absolut beste Alternative zum Sparbuch und zum Festgeld."

Und natürlich der Brüller der Woche: Vom Ende des größten Kreditbooms aller Zeiten, schreibt Robert von Heusinger, der künftig für die Welt arbeiten wird. "An den internationalen Finanzmärkten schaut es gar nicht gut aus. Die Aktien fallen, der Euro notiert auf neuen Höchstständen und die Risikoaufschläge für wackelige Anleihen schnellen empor. Der Anfang vom Ende des größten Kreditbooms aller Zeiten ist eingeläutet. Noch heißt die Begründung für die Turbulenzen in den Nachrichtenagenturen "Subprime Woes", die Sorge vor vielen, vielen Ausfällen zweitklassiger amerikanischer Hypotheken. In Wirklichkeit ist etwas viel Fundamentaleres am Werk: Das Risiko für Schuldtitel wird neu bewertet. Das schaurige Spiel zwischen Private Equity Firmen, Banken, Hedgefonds und Rate-Agenturen gerät ins Stocken. Das ist dabei die erfreuliche Nachricht."


Kategorien: Gesamtmarkt

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse einen Kommentar

Feed

http://www.boersenweblog.de / Das Börsen Weblog - Meine Tops in den Blogs - die Börsenwoche bis zum 15. Juli - Finanzen, Geld, Märkte, Kurse, Dax, Börse, Zinsen, Aktien

Impressum