Mehr Traktoren von Martin Richenhagen für die Bauern
Dezember 28th, 2007

Der Preis von Weizen hat sich in diesem Jahr fast verdoppelt. Vollmilch und Reis sind um ein Drittel teurer geworden, Ã-le um ein Viertel. Kein Wunder, dass der der Stuttgarter Vermögensverwalter Georg Thilenius rät: "Wer einen weiteren Anstieg der Lebensmittelpreise erwartet, sollte Aktien von Zulieferern landwirtschaftlicher Betriebe kaufen. Damit lässt sich ein Teil des Nahrungsmittelpreisanstiegs ins depot umleiten." Ein Profiteur dieser Entwicklung ist Martin Richenhagen, der Chef des Landmaschinenherstellers AGCO. Er ist der einzige Deutsche, der eines der größten 500 Unternehmen in Amerika leitet. Was zeichnet ihn aus?
Richenhagen führt weltweit 13.000 Mitarbeitern, bezieht ein Jahresgehalt von einer Million Dollar und kommt mit Boni auf weitere vier Millionen, wie der Stern schrieb. Mit den für 2007 angepeilten 6,5 Milliarden Dollar Umsatz ist Agco drittstärkster Landausrüster der Welt. Zur Firma gehören die Allgäuer Treckerschmiede Fendt und Massey Ferguson. Seit Richenhagen AGCO leitet, hat sich der Aktienkurs verdreifacht. Hermann Merschroth, der Sprecher der Geschäftsführung der AGCO-Tochter Fendt, schwärmt: "So etwas habe ich in meinen dreißig Berufsjahren noch nicht erlebt." Seit zwei Jahren verbessere sich das Investitionsklima in der Landwirtschaft stetig. "Die Agrarbranche genießt weltweit einen hervorragenden Ruf", sagt Merschroth und nennt wie Richenhagen die Stichworte: die wachsende Weltbevölkerung, der Trend zu höherwertigen Nahrungsmitteln in den Schwellenländern und die große Nachfrage nach Bioenergie. Die Preise für Getreide steigen kräftig. "Das kommt den Landwirten zugute, und sie investieren wieder in Technik", berichtet Bernd Scherer, der Geschäftsführer der Fachgemeinschaft Landtechnik im deutschen Maschinenbauverband VDMA. Er beobachtet das auf der ganzen Welt.
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