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Analysen
von Martin Savov am 03.01.07

Die niedrige globale Inflation, Chinas 100 Milliarden Dollar schwere Devisenreserven und die sprudelnden Petrodollars im Mittleren Osten bescheren der Welt eine wahre Liquiditätsschwemme. Diese resultierte in einer gestiegenen Risikobereitschaft, geringeren Schwankungen an den Aktienmärkten und hohen Erträgen risikoreicherer Anlageklassen.
Der wichtigste Punkt ist jedoch, dass die reichlich vorhandene Liquidität zu weltweit niedrigen Zinsniveaus beigetragen hat. So betreibt Japan - aufgrund anhaltender Deflationssorgen - die bei weitem stärkste akkommodierend ausgerichtete Geldpolitik unter den großen Volkswirtschaften.
Die Geldpolitik von Japan spielt also eine zentrale Rolle, und nach vielen Beobachtern war ausschließlich die dortige Liquiditätsverengung für die Aktienkorrekturen im Frühsommer 2006 verantwortlich.
Die Sorgen der Börsen-Akteuren sind also nicht unbegründet, wenn sie eine Bank of Japan sehen, die die Zinsen langsam anhebt. FAZ.net schreibt im gleichen Artikel aber Beruhigendes:
Erstens ist zu bezweifeln, dass die japanische Notenbank eine aggressive geldpolitische Straffung vornehmen wird. Nach einem Jahrzehnt fallender Kurse gehen wir davon aus, dass die japanischen Zinsen nur schrittweise ansteigen werden, da die Zentralbank weitere Anzeichen für ein Ende der Deflation abwartet. Zudem ist damit zu rechnen, dass die Dynamik der japanischen Wirtschaft etwas nachlassen wird und eine restriktivere Geldpolitik weniger wahrscheinlich macht.
Zweitens wird das erwartete moderate Tempo der Zinsanhebungen eine zu starke oder zu schnelle Aufwertung des Yen verhindern, insbesondere weil die Europäische Zentralbank und die bank of england schneller restriktive geldpolitische Schritte unternehmen werden.
Hoffen wir es...
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Kommentar von:
Investments und Geldanlagen - Blog
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