Kommentar zu Computergesteuerten Fonds

September 5th, 2006

Kommentar zu Computergesteuerten Fonds

Ich habe neulich in einem beitrag über den sich neulich verstärkenden Trend, in computergesteuerten Fonds zu investieren, geschrieben.

Dazu habe ich diese Mode unter anderem so kommentiert:

"Die Börse ist nämlich kein rationales Spiel und die Kurse obliegen nicht einer steifen, in rigiden Kennzahlen gefassten Bewertung. Die Märkte verhalten sich allzu oft irrational, sodass ich sehr skeptisch bezüglich des langfristigen Erfolgs solcher Modelle bin.

Außerdem, wer, bitte schön, legt die Kriterien fest? Ich kann nicht umhin, den großen Kostolany genau bezüglich computergesteuerten Investments zu zitieren: "Mist rein, Mist raus".

Hört sich vielleicht zu hart an, aber es ist ja nicht der erste Versuch, die Börse durch quantitative, statistische und kennzahlen-orientierte Verfahren zu "bezwingen". Nicht nur, dass dies bisher nicht wirklich gelang, es ergaben sich häufig auch dramatische Folgen, wenn die Maschinen gleichzeitig Verkaufssignale generierten und ausführten. Dies wurde als einer der wesentlichen Gründen für den gigantischen Ein-Tages-Crash an der Wall Street 1987 angeführt."

Jetzt habe ich einen schönen Beitrag von Bernd Niquet – "Die Fehler der Fondsmanager" – gefunden, in welchem er eine ähnliche Meinung auf etwas emotionalere Weise äußert und sogar die Brücke zu den sozio-psychologischen Trends in unserer Gesellschaft schlägt.


Kategorien: Fonds

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