Knappes Ackerland, mehr Menschen und steigende Nahrungsmittelpreise
Oktober 31st, 2007

Landwirtschaft hat Zukunft. Langfristig betrachtet ist es sicher lukrativ Flächen zu kaufen, denn es ist heute schon absehbar, dass sie noch knapper werden. 1950 zum Beispiel gab es auf der Welt kaum weniger ackerland als heute. Und in zehn Jahren wird die Fläche sicher kaum steigen – eher wegen des Klimawandels und der Verödung sinken. Doch die Zahl der Menschen schießt in die Höhe: Von 2,5 Milliarden auf 7,5 Milliarden könnte sie zwischen 1950 und 2020 in etwa verdreifachen. Pro Kopf gibt es als immer weniger Ackerland, das natürlich immer mehr Ertrag bringen muss. Sehr plastisch ist zum Beispiel dieser Vergleich, den ich in "Euro am Sonntag" fand: 1950 betrug die verfügbare Ackerfläche pro Kopf der Bevölkerung noch mehr als ein halbes Fussballfeld. 2020 dürfte es nur noch ein Viertel sein.
Der Klimawandel und die starke Nachfrage nach Biokraftstoffen treiben diese Entwicklung. Ins Bild passen da auch immer mehr Meldungen über steigende Nahrungsmittelpreise.
Kein Wunder ist da, dass auch die Hersteller von Vorprodukten für Landwirte glänzende Geschäfte machen – ob das nun Landmaschinenhersteller sind oder Fabrikanten von Saatgut. So läuft in diesem Jahr die Aktie von KWS Saat ausgezeichnet. Zuletzt stieg der Gewinn auch mehr als 30 Prozent. Doch nun ist die Aktie ziemlich hoch bewertet. Ein Rückschlag ist wahrscheinlicher geworden. Auch Kali + Salz läuft super. Die Welt braucht eben hochwertigen Dünger. Doch auch hier ist festzuhalten: Die Aktie ist teurer als der Schnitt am deutschen Aktienmarkt. Und so einfach lassen sich die Erfolge nicht fortschreiben. Die Agrarbranche leidet stark unter Schwankungen, wenngleich der Megatrend wegen Flächenknappheit und Bevölkerungswachstum sicher intakt ist. Eher günstig erscheint hingegen John Deere, wo demnächst ein Aktiensplit ansteht.
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Kategorien: Rohstoffe



