Keine Angst vor Schocks in den Schwellenländern
März 19th, 2008

Die großen Emerging Markets sind in der Lage, sogar einen starken externen Schock zu überstehen. Das stellt die Deutsche Bank in einem Research-Bericht fest. Natürlich seien nicht alle Emerging Markets in einer gleichermaßen robusten Position, externe Schocks gut zu verkraften. Einige osteuropäische Länder wiesen hohe Leistungsbilanzdefizite und ein starkes inländisches Kreditwachstum auf; kennzeichnend sind außerdem steigende Aktienkurse und Hauspreise sowie in einigen Fallen ein überbewerteter Wechselkurs. Diese Kombination hat sich häufig als gefährliche Konstellation herausgestellt. Aber die systemisch wichtigen Emerging Markets wie China, Brasilien, Russland, Indien, Korea and Mexiko seien gut aufgestellt, auch einer starken Verschlechterung der weltwirtschaftlichen Bedingungen zu begegnen. "Natürlich geben die USA in der Weltwirtschaft weiterhin den Ton an, aber die Emerging Markets-Länder sind heute stärker und agiler wenn es darum geht, einem aufziehenden Sturm zu widerstehen", meinen die Analysten der Deutschen Bank.
Wollen wir hoffen, dass sie da so richtig liegen wie in der Beurteilung der Kreditkrise in Amerika. Da ist die deutsche bank ja besonders gut davon gekommen.
Kategorien: Emerging Markets




Sehe ich ähnlich, aber man muss die kritischen Länder auch nennen: Fast die gesamten neuen Länder in der EU, die massive Leistungsbilanzdefizite haben.
Die wirkliche Gefahr der Länder, die aufgrund von massiven Devisenreserven und Bilanzüberschüssen immun sind, kommt von innen: Über steigende Rohstoffpreise! In Mexiko gab es schon Tortilla-Demonstrationen und ganz im Kern ist auch das in Tibet gerade ein Aufstand gegen die Armut (und nicht ausschließlich ein heroischer Befreiungskampf).