In China braut sich was zusammen

Februar 13th, 2007

Der chinesische Markt scheint zu überhitzen!

Die Aktienperformance in China war nicht immer berauschend. Erstens war immer die Schwierigkeit da, diesen durch diversen Restriktionen fragmentierten Markt transparent abzubilden (nicht sehr einfach die ganzen A-, B- und H-Aktien auseinanderzuhalten). Trotzdem befanden sich weite Teile des Aktienmarktes lange Zeit in einer baisse-Bewegung, die auch trotz großer Begeisterung der Chinesen (sie erobern ja aus ihrer Sicht die Weltwirtschaft) und trotz immer positiveren Aussichten, die aus dem Westen bezeugt wurden, nicht aufhörte.

Erst seit einigen wenigen Jahren lässt sich Geld mit chinesischen Aktien verdienen. Aber die Märkte drehen schnell auf – und in den letzten Monaten scheint eine regelrechte Euphorie im Reich der Mitte auszubrechen.

Interessanter Artikel hierzu schreibt Robert Rethfeld in boerse.de: Ein chinesischer Rentner als "Schmetterling"

Solche Zustände können beunruhigen. Die angebliche "Eroberung" der Weltwirtschaft ist alles andere als leichtes Spiel. Dies werden die Chinesen früher oder später zu spüren bekommen. Sie haben sicherlich ihre Qualitäten und Vorteile im globalen Wettbewerb, aber sie haben auch nicht mit Anfängern zu tun. Der Westen ist nach wie vor der absolute Weltmeister im Business – man sollte es nicht vergessen. Die Euphorie könnte irgendwann, und zwar nicht unbedingt in weit entfernter Zukunft, auf einen sehr harten Boden der Realität zurückgeholt werden.

Aber weniger die Wirtschaftsaussichten als die angeblichen Zustände am chinesischen Aktienmarkt sind auf jeden Fall ein Grund für Vorsicht.


Kategorien: Emerging Markets

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RSS Kommentare3 Kommentare

  1. egghat

    Sehr interessanter Artikel! (So langsam finde ich auch die spannenden FinanzBlogs auf Deutsch …).

    Eine interessante Randnotiz: Alle, die glauben, dass China ja wächst wie irre und deshalb die Aktien immer nur steigen, kann man entweder auf die Kurse von z.B. Yahoo oder Sun oder Cisco verweisen (die wachsen auch, und die Aktien sind trotzdem weit unter den Höchstständen von 2001) oder noch besser auf die A-Shares in China. Diese waren zum März 2006 satte 46% unter dem Hoch, im Tief sogar noch mehr- Und das obwohl China in den 5 Jahren jedes Jahr mit fast 10% gewachsen ist. Das heisst also nicht sonderlich viel. (Quelle: http://www.msci.com/china/en/MSCI_Mar06_ChinaA_Index_Factsheet_EN.pdf)

    Bye egghat.

  2. kapitalmarktexperten.com

    Ich fand den Artikel auch sehr gut, vor allem, da er genau mein Gedankenschema widerspiegelt. Mit den jährlichen Wachstumsraten, die China seit Jahren hinlegt, ist eine Überhitzung gar nicht zu vermeiden. Mir scheint auch die pseudo-kommunistische Regierung nicht n der Lage, die Situation zu beherrschen. Noch geht alles gut, was aber, wenn das Wachstum mal nicht mehr in diesen Raten da ist. Die chinesische Regierung ist quasi dazu verdammt, weiter zu wachsen, da sonst die Lage im Land schnell eskalieren kann. Dann möchte ich auf keinen Fall investiert sein. Darüber hinaus ist mir einfach die Korruption im Land nicht akzeptabel, darüber hinaus fehlt die konkrete politische Ausrichtung.

  3. Nachmittag

    ..es geht nicht mehr lange, dann husten die und wir haben Grippe und was ist in den USA, die liegen dann schon Wochen flach wegen chronischer Schmerzen im Brustbereich!

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