Holcim steht auf einer betonstabilen Basis
November 14th, 2007

Die Schweizer Holcim eignet sich hervorragend, um in die aufstrebenden Schwellenmärkte zu investieren. Denn überall wo gebaut werden muss, wird auch Zement, Sand, Kies und Beton gebraucht. Genau dies liefern die Schweizer in mehr als 70 Ländern der Welt. Sie profitieren damit sowohl vom bevölkerungswachstum auf der Welt als auch der Verstädterung, denn diese bedeutet: Mehr Straßen, Wohnungen und Kraftwerke. All dies braucht Beton, der zudem auch noch umweltfreundlicher ist als gedacht. Was sagt der Chef von Holcim, Markus Akermann, dazu in der FAZ am Sonntag?
Warum sind Zement und Beton so begehrt?
Akermann: Die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten. 2030 werden es zwei Drittel aller Menschen sein. Um dieses Wachstum zu bewältigen, wird Infrastruktur benötigt, also Straßen, Kraftwerke oder Wohnungen. In allen diesen Projekten spielen Zement und Beton eine große Rolle. Die natürliche Entwicklung läuft also für uns.
Ist Beton ein Umweltverschmutzer?
Akermann: Im Gegenteil, die Kohlendioxid-Bilanz von Beton ist ausgezeichnet. Beton ist ein sehr klimafreundliches Baumaterial, wie Studien belegen. Und Beton hält den künftigen Energieeinsatz in Gebäuden niedrig, wenn diese richtig gebaut werden.
In Deutschland beziehen Sie ihren Strom nur noch von Öko-Anbietern? Ist das ein Marketing-Gag?
Akermann: Nein, wenn sich diese Stromquelle nicht rechnete, würden wir es nicht machen. Es gibt viele weitere Beispiele bei uns, wie wir auf die Umwelt Rücksicht nehmen. Wir investieren in produktionseigene elektrische Energie. Mal ist Ölschiefer unser Rohmaterial, mal Abfallholz. In Indien haben wir einen Windpark aufgestellt. Überall wo sich die Gelegenheit ergibt, beziehen wir Strom aus erneuerbaren Quellen. Wir sind auch führend im Verbrennen von Reststoffen in Zementöfen und arbeiten da mit der deutschen Entwicklungshilfeorganisation GTZ in 20 Ländern zusammen.
Was bringt Ihnen ihr grünes Image?
Akermann: Es ist mehr als das. Wir reduzieren durch alle diese Dinge den Ausstoß von schädlichen Treibhausgasen, was inzwischen auch branchenweit anerkannt wird. In der Baubranche ist es wichtig, in langfristigen Zyklen zu denken. Wir investieren in einem Land für 30 bis 50 Jahre. Das kann nicht nachhaltig profitabel sein, wenn sie Umweltbelange und soziale Aspekte ignorieren und nur auf kurzfristige Gewinnmaximierung schauen. Nachhaltig zu wirtschaften, ist ganz klar in unserer Strategie verankert.
Zumindest derzeit schadet es dem Gewinn nicht?
Akermann: Was wir aufgebaut haben, wirkt nun. In den ersten neun Monaten dieses Jahres waren wir sehr erfolgreich und haben sehr gute Resultate erzielt. Trotz steigender Energiepreise haben sich unsere Margen verbessert. Insbesondere Indien und andere aufstrebende Staaten Asiens sowie Russland und einige osteuropäische Länder treiben unser Wachstum.
Finanznachrichten
Die Aktie in Euro
Investor Relations auf Deutsch
Investor Relations der Gruppe
Finanzziele
Pressemitteilungen
Nachhaltigkeitsbericht 2005
Holcim auf einen Blick 2006
Die Chefs zur Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeitsinformationen
Kategorien: Börsentipp



