Hoffnung auf baldige Zinssenkung - verfrüht?
abgelegt im Archiv am 16.11.06
Eine wichtige Stütze heute, und wahrscheinlich für die kommenden Wochen, werden die günstigen Inflationszahlen sein, die aus den USA gemeldet wurden. Die Verbraucherinflation ist demnach in Oktober um 0,5 % gesunken und die Kerninflationsrate (Nahrungsmittel und Energie herausgerechnet) leicht um 0,1% zum Vormonat gestiegen. dies ist besser als erwartet.
Aber auch absolut gesehen sind diese Zahlen und die jüngste Inflationsentwicklung eher günstig ausgefallen. Auf 12-Monatssicht ist die Verbraucherinflation jetzt (ziemlich rasch) auf 1,3% gefallen, die Kerninflationsrate steigt hingegen auf 2,7%.
Die Fed hat immer besonders auf die Entwicklung der Kerninflation geachtet (was - man erinnert sich - bis vor kurzem sogar ziemlich verspottet wurde). Somit ist eine Zinssenkung lange noch keine ausgemachte Sache. Die Fed wird die Kerninflation - vermute ich - noch viel näher an die 2 sehen wollen.
Die Energiepreise, die ein Haupttreiber der Gesamtinflation waren, sind in den Monaten August und Oktober deutlich zurückgegangen. Aber die Konjunktur lief sehr gut, die Kapazitätsauslastung der Unternehmen ist stetig gestiegen (und mit 82,2% aktuell auf einem relativ hohen, aber nicht zu hohem Niveau) und der Ausblick robust. Dies sind alles Sachen, die insgesamt unter positivem Zeichen zu sehen sind, machen eine Zinssenkung noch nicht sehr wahrscheinlich.

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Tags: Fed Zinsen Inflation Verbraucherpreise USA Aktien Optimismus
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