Gerüchte um die Abgeltungssteuer: Plant Berlin einen Stichtag in diesem Jahr?
Oktober 21st, 2007

Es klingt verrückt, doch vielleicht wird die Abgeltungssteuer doch noch mal geändert. Dies ist jedoch im Moment noch ein Gerücht, das auch offiziell dementiert wird. Dass Deutschland kein Steuerparadies ist, wissen wir ja. Aber viele haben sich gefreut, dass sie bis Ende 2008 einen großen Teil ihres Vermögens dem Fiskus entziehen können, indem sie langfristig disponieren. Doch ob das gelingt? Immer mehr Anleger bezweifeln das und verschieben im Moment noch schnell ihr Geld in dachfonds oder Aktien, die sie langfristig halten wollen. Denn vielleicht stellt ja Vermögensverwalter Thomas Grüner die richtigen Fragen: "Wird der Stichtag für die Abgeltungsteuer bereits vorgezogen? Ist so eine Vorgehensweise überhaupt realistisch? Wären Sie auf so eine Situation vorbereitet?" Seine Antworten sind lesenwert.
"In den letzten Tagen haben wir verstärkt Gerüchte aus mehreren Quellen – gewöhnlicherweise gut informierte Kreise – gehört, dass der Stichtag der geplanten Abgeltungsteuer eventuell deutlich (bisher ist der 01. Januar 2009 geplant) nach vorne verlegt werden soll! Im Gespräch sollen angeblich ein Termin Anfang November 2007 bzw. jetzt sogar ein Termin Ende Oktober 2007 sein, ab dem dann bereits grundsätzlich alle Erträge unter die neue Regelung fallen sollen. Dies würde für Anleger konkret bedeuten, dass bereits für Wertpapiere, die ab Ende der nächsten Woche oder Anfang November gekauft werden, alle Kursgewinne – gleich nach welcher Haltedauer – unter die pauschale Besteuerung von 25% fallen würden.
Nachdem bereits bei den Zertifikaten eine Neuregelung völlig überraschend und quasi "über Nacht" im März 2007 entschieden wurde, halten wir besondere Vorsicht absolut für angebracht und nehmen diese Gerüchte sehr ernst, auch wenn wir natürlich darauf hinweisen müssen, dass es bisher keinerlei offizielle Bestätigung für diese Gerüchte gibt und die endgültige gesetzliche Neuregelung abgewartet werden muss. Wir empfehlen daher als Vorsichtsmaßnahme bereits sehr kurzfristig auf die geplante Neuregelung zu reagieren, um diesem eventuellen Vorziehen der neuen Besteuerung zuvor zu kommen.
Um es klar zu sagen: Wir halten das Vorziehen der Abgeltungsteuer aus heutiger Sicht auch für recht unwahrscheinlich. Vor allem sollten diese Gerüchte mehr sein, als lediglich ein "Marketing-Gag" der Fondsindustrie. Auch mir wurde in den letzten Tagen vorgeworfen, dass ich "unseriöse Panikmache" betreiben würde. Das ist natürlich schlicht Unfug, da auch wir und unsere Kunden von dieser Neuregelung negativ betroffen wären. Wenn mittlerweile einige europäische Investmentbanken ihre großen Kunden gezielt vor einer evtl. Vorziehung des Stichtages für die Abgeltungsteuer warnen und zu großer Vorsicht raten, dann sollten auch Sie über mögliche Konsequenzen nachdenken. Nicht mehr und nicht weniger."
Fazit: Treffen wir unsere Vorkehrungen, kaufen wir Aktien. Denn: "Es schadet nie, gut vorbereitet zu sein."
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Kategorien: Wirtschaftsdaten




Ich glaube auch nicht an eine vorgezogene Einführung der Abgeltungssteuer. Trotzdem gibt es noch jede Menge Aufklärungsbedarf bei den Privatanlegern. Und wenn man sich einmal anschaut, welche Auswirkungen die Abgeltungssteuer hat (zum Beispiel auf http://www.online-kredite.com/ratgeber/abgeltungssteuer-beispiele.html ), dann ist frühes Handeln von Vorteil. Bei Zertifikaten ist es mit den Gestaltungsmöglichkeiten für Langfristanleger ja schon vorbei und wer weiß, was unseren Politikern innerhalb des nächsten Jahres noch alles so einfällt.
Habe auf http://www.abakuskredit.de und http://www.finanzxl.de gelesen das es im normalfall nicht zu einer vorverschiebung der abgeltunssteuer kommen soll. Des weiteren interessiert diese Steuer so wie ich es verstanden habe den Kleinanleger eher nicht, da diese für Ihm gar nicht und wenn nur im Geringen Maße relevant ist.