Geldpolitische Probleme auch in der virtuellen Welt
abgelegt im Archiv am 01.11.06
Im bekannten virtuellen Spiel "Second Life" treten nun auch ganz "reale" monetäre Probleme auf. So berichtet die Financial Times Deutschland über die inflationären Tendenzen, Bemühungen um Preisstabilität und sonstigen reale Phänomene in der imaginären Welt.
Das Interesse und die Geschäfte im Spiel boomen und zwar mit den Wachstumsraten von China (um die 10-15%), aber im Monat...
Der Boom birgt ganz reale Inflations- und Deflationsrisiken. Anbieter Linden Labs tut deshalb alles, um den Wechselkurs des Linden-Dollar konstant zu halten. Das Unternehmen vergrößert oder verkleinert die Geldmenge über Upload-Gebühren, kauft und verkauft Linden-Dollar über die Devisenbörse "LindeX" und variiert die Höhe des Taschengelds, das jeder Premiumkunde in Form von wöchentlichen Digitalschecks erhält. "Was sie tun, ist klassische Geldpolitik. All die Standard-Theorien der Mikro- und Makroökonomie sind in der virtuellen Welt genau so anwendbar wie im echten Leben", kommentiert Edward Castronova, Professor an der Universität von Indiana und Autor einer Studie zur "Second-Life"-Wirtschaft.
FTD.de: Inflationsangst in der Parallelwelt
Demnächst ist geplant auch das Einführen von Leitzinsen und einer regelrechten Kreditwirtschaft. Ich finde das alles hoch interessant und witzig.

Tags: Second Life Geldpolitik Zinsen virtuell Kreditwirtschaft Leitzinsen Dollar
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