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Buchtipp
von Heidi P. Trabert am 07.05.07

Ein Professor aus Mannheim, Martin Weber, ist dafür zu loben, dass er uns privaten Anlegern mit einem Buch wieder Mut macht: Genial einfach investieren. Mehr müssen Sie nicht wissen - das aber unbedingt! Und der Titel übertreibt nicht. Das stimmt.
Webers These: Wir müssen nur mit der Masse schwimmen und schon sind wir erfolgreicher als die meisten anderen privaten Anleger. Masse heißt dabei: Mit dem Index. Wer also Aktien kauft, sollte marktbreit investieren und nicht auf einzelne Aktien tippen. Denn das sei letztlich ein Lotteriespiel. Wer dagegen einen Indexfonds kauft, zahlt nicht nur wenig Gebühren, sondern macht die Aufwärtsbewegung des Marktes entsprechend mit. Natürlich auch die Abwärtsbewegung. Ein wenig Timing ist also doch noch nötig. Wer also rechtzeitig aussteigt, wäre also sogar überdurchschnittlich gut.
Das Buch von Weber ist meiner Meinung nach (und da stehe ich nicht allein!) eines der besten Anlagebücher, die in den vergangenen Jahren geschrieben worden sind. Es ist eingängig, leicht zu lesen und präsentiert wissenschaftliche Erkenntnisse sehr verständlich und auf dem neuesten Stand. Man muss nicht mit allem übereinstimmen, was Weber schreibt. Aber für künftigen Erfolg an den Börsen verschafft einem die Lektüre vielleicht die nötige Demut.
Weber macht übrigens derzeit zusammen mit der FAZ am Sonntag eine Fondsumfrage, die schon kritisch kommentiert worden ist. "Sind Sie ein Fondsprofi?", lautet die Frage, die Antwort haben Mitmacher in einer viertel Stunde.
Einige der vielen Kommentare in unserer Szene: Nur nacheinander klicken!
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Wong
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Kommentar von:
egghat
(08.05.07 8:37 Uhr)
Kommentar von:
Saviano
(08.05.07 11:26 Uhr)
Ich glaube nicht daran, dass die Märkte effizient sind - genaugenommen glaube ich das Gegenteil, und sollte es zustimmen, dass Herr Weber "bereits nach zwei Trades (wenn die Geschichte stimmen sollte) die Flinte ins Korn geworfen hat" (im Link von egghat), würde mich interessieren, wie der Professor den Markt schlagen möchte, sprich das Timing wählen.
Kommentar von:
Heidi P. Trabert
(08.05.07 14:45 Uhr)
Zwei Dinge sind aus meiner Sicht wichtig: Jeder kann den Markt schlagen! Doch er sollte sich klar machen, dass dies letztlich auch viel Glück ist. Statistisch betrachtet wäre er die Ausnahme von der Regel. Denn die lautet: Private Anleger sind schlechter als der Markt. Ich glaube auch, dass der Markt nicht immer effizient ist. Doch jeder einzelne muss diese Ineffizienzen für sich entdecken. Wer gut ist, schafft das, siehe Lingohr. Die anderen schwimmen mit.
Kommentar von:
egghat
(09.05.07 4:39 Uhr)
Ich würde dem ganzen noch eines hinzufügen: Privatanleger machen immer die gleichen Fehler. Wer sich jetzt einbildet, dass Anleger die mit Indexfonds nicht mehr machen, lügt sich was in die Tasche.
Indexfonds sind ein (gutes) Mittel zum Zweck, ohne Strategie aber genau so problematisch wie Aktien selber auch. Wenn ich mit Indexfonds anfange, Markettiming zu machen, wird der normale Privatanleger damit genau so Geld verlieren wie mit Aktien.
Passives Investieren und Asset Allocation sind wichtiger als die Auswahl des Fonds/ETF/Aktie.
Indexfonds sind ein (gutes) Mittel zum Zweck, ohne Strategie aber genau so problematisch wie Aktien selber auch. Wenn ich mit Indexfonds anfange, Markettiming zu machen, wird der normale Privatanleger damit genau so Geld verlieren wie mit Aktien.
Passives Investieren und Asset Allocation sind wichtiger als die Auswahl des Fonds/ETF/Aktie.
Kommentar von:
Saviano
(09.05.07 12:38 Uhr)
Wenn eine Regel dann eher: Institutionelle Anleger sind schlechter als der Markt (sie bündeln ja das Geld der Privaten).
-- Höchstens sind sie so gut wie der Markt, denn sie machen den Markt --
-- Höchstens sind sie so gut wie der Markt, denn sie machen den Markt --
Kommentar von:
Heidi P. Trabert
(09.05.07 15:39 Uhr)
Egghat: stimme voll zu: Asset Allocation in Bezug auf Regionen, Klassen und Branchen ist entscheidend für dauerhaften Erfolg, trotzdem macht das Zocken gelegentlich Spaß und vor allem die Freude daran, es gelegentlich doch noch zu können ...
Saviano: Klar sind viele Profis nur Durchschnitt, aber die muss ja keiner kaufen, deswegen schreiben wir doch hier, oder?
Saviano: Klar sind viele Profis nur Durchschnitt, aber die muss ja keiner kaufen, deswegen schreiben wir doch hier, oder?
Kommentar von:
H. Gerhard
(18.07.08 15:17 Uhr)
Ob die Märkte effizient oder ineffizient sind ist ein alter Glaubenskrieg, dem viele Privatinvestoren allzu viel Beachtung schenken.
Dagegen haben mir EMPIRISCHEN Studien, die die Performance aktiver und passiver Fonds vergleichen, die Augen geöffnet.
Ich empfehle hier mal folgende Studie:
http://www.turborendite.org/investieren/subpage_aktiv_passiv.php
In dieser wird sehr anschaulich deutlich, dass es keinen einzigen in Deutschland aufgelegten aktiven Fond gab, der bei einer Anlagedauer von mehr als 5 Jahren den Index schlagen konnte.
Es ist offensichtlich nicht schwer, in einem oder zwei Jahr den Index zu schlagen, aber über längere Zeiträume ist dies EMPIRISCH betrachtet fast unmöglich.
Effizient hin, ineffizient her: Weber bringt vielleicht die falschen Argumente - recht hat er trotzdem!
Dagegen haben mir EMPIRISCHEN Studien, die die Performance aktiver und passiver Fonds vergleichen, die Augen geöffnet.
Ich empfehle hier mal folgende Studie:
http://www.turborendite.org/investieren/subpage_aktiv_passiv.php
In dieser wird sehr anschaulich deutlich, dass es keinen einzigen in Deutschland aufgelegten aktiven Fond gab, der bei einer Anlagedauer von mehr als 5 Jahren den Index schlagen konnte.
Es ist offensichtlich nicht schwer, in einem oder zwei Jahr den Index zu schlagen, aber über längere Zeiträume ist dies EMPIRISCH betrachtet fast unmöglich.
Effizient hin, ineffizient her: Weber bringt vielleicht die falschen Argumente - recht hat er trotzdem!
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http://egghat.blogspot.com/2007/02/professor-weber-erklrt-uns-die-welt
.html
Mein Modell ist der AMH. http://egghat.blogspot.com/2007/04/es-gibt-keinen-effizienten-markt.ht
ml
Übrigens ist auch jeder Anleger, der einen Indexfonds kauft, schlechter als der Index. Nämlich genau um die Gebühren.