Für Solarworld geht die Sonne nun langsam unter – in diesem Jahr jedenfalls
September 30th, 2007

Der Kurs von Solarworld hat sich in den vergangenen zwölf Monaten schon wieder verdoppelt. Das reicht doch nun? Das meinen jedenfalls die Analysten von SES-Research. Sie haben die Sonnenaktien aus Bonn von Kaufen auf Halten heruntergestuft. Und ich finde, Sie haben da ganz recht. Das Unternehmen entwickelt sich fantastisch. Doch der Kurs neigt immer wieder dazu, dem ein wenig weit voraus zu laufen. Eine kleine Konsolidierung zwischendurch schadet da nicht. Zumal ab 2009 ja ohnehin härtere Zeiten anstehen, wenn das neue erneuerbare energien Gesetz (EEG) in Kraft tritt. Warum ist SES nun vorsichtiger?
Weil das Kursziel von 42 Euro erreicht ist. Der grundsätzliche Optimismus ist nicht verschwunden. Dies zeigt sich auch am Ton der Analysten:
"Als integrierter Solarkonzern ist SolarWorld im internationalen
Vergleich sehr gut positioniert:
• Das Unternehmen verfügt über eine starke Marktposition
im margenstarken Waferbereich und baut die Waferkapazitäten
bis 2011 von gegenwärtig ca. 270 MW auf 1,5 GW
aus. Zentraler Bestandteil der Ausbaustrategie ist der Aufbau
einer integrierten Solarfabrik in Hillsboro, USA, mit einer
Kapazität von 500 MW (2011e). Damit sollte Solar-
World zu den größten Solarproduzenten im US-Markt, einem
der zentralen großen Wachstumsmärkte der nächsten
Jahre, gehören.
• Die Siliziumeigenproduktionskapazität wird bis 2010 von
gegenwärtig ca. 1.200 t auf 3.200 t hochgefahren. Ca. ein
Drittel des benötigten Siliziums wird damit selbst produziert.
Dies sollte im Vergleich zur externen Beschaffung
angesichts der sehr hohen Siliziumpreise signifikante
Kostensenkungen generieren.
• Die integrierte Produktion ermöglicht Kosteneinsparungen
entlang der gesamten Wertschöpfungskette und macht SolarWorld
zu einem der margenstärksten deutschen Solarunternehmen.
Das Unternehmen sollte von der starken Nachfrage nach
Wafern und Modulen profitieren und Umsatz und EBIT von
2007 auf 2009 verdoppeln."
Also: Keine Angst, das Unternehmen entwickelt sich schon gut weiter in den kommenden Jahr. Ich bleibe ein Fan der Bonner. Doch man sollte auch nicht zuviel in einem Jahr wollen. Das führt nur zu empfindlichen Kursverlusten bei nächster Gelegenheit. Dass Solaraktien derzeit wieder in Mode sind, liegt natürlich auch am Ölpreis, der zuletzt deutlich über 80 Dollar gestiegen ist.
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