Erinnert sich noch jemand an die Aktienkultur?

Oktober 5th, 2006

Erinnert sich noch jemand an die Aktienkultur?

Ja, die aktienkultur – wo ist sie geblieben? Auf die Spuren begibt sich der Handelsblatt-Kolumnist Michael Maisch in dem Artikel: Rückzug ins Private, und fängt gleich damit an:

Aber das ist auch gar nicht so schlimm. Denn heute ist es keine Schande, wenn es mit der Kapitalmarktkultur nicht richtig klappt. In London und New York pflegt die Avantgarde der Investoren längst den Rückzug ins Private. Das wirkliche Geld wird im Schatten und Halbschatten der öffentlichen, regulierten Märkte mit alternativen Investments verdient, mit Hedge-Fonds, Private Equity und komplexen Derivaten, die längst nicht mehr von Finanzexperten, sondern von Physikern und Mathematikern konstruiert werden.

Aber, wie viele ihrer Freunde besitzen Anteile an Private Equity Firmen? Und in Hedge Fonds? Nein, ich glaube, der Trend ist unumstritten, viel Geld ist in alternativen Anlageprodukten und -formen engagiert, aber wirklich die klassische Aktien- oder Fondsanlage wird er nicht ersetzen können. Die Aktienkultur muss auferstehen. Dafür werden aber die Aktien selber sorgen.


Kategorien: Anlegersentiment

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