Die zwei Seiten eines jeden Investments
abgelegt im Archiv Gesamtmarkt am 10.03.07
Prof. Max Otte schriebt in seinem neuesten Beitrag auf boerse.de einige grundsätzliche Gedanken zu den Börsen-Investments:
Jedes Investment hat zwei Seiten: rauf und runter. Auf Englisch heißt das: die up- und die downside. Wo es Gewinnchancen gibt, gibt es auch Verlustrisiken. Immer. Value-Legende Martin Whitman pflegt zu sagen: irgend etwas ist an JEDEM Investment faul. Das perfekte Investment gibt es nicht.
Privatanleger tendieren dazu, sich auf eine der beiden Seiten zu konzentrieren. Damit machen sie normalerweise die Schwankungen der Börse prozyklisch mit, und das ist kontraproduktiv. Nehmen Sie E.ON (WKN: 761440). Ich habe schon am 5.4.2006 bei 91,80 € verkauft. Heute steht die aktie bei 99,85 € und das KGV ist mit 13 noch recht moderat. Die Aktie erfreut sich weiter der Gunst der Anleger. Habe ich falsch gehandelt?
Im Rückblick liegt man fast immer falsch. Dass heißt: man liegt nicht optimal. Privatanleger orientieren sich im Rückblick gerne an Höchst- und Tiefstkursen. Für die nach vorne gerichtete Investmententscheidung sind aber solche Höchst- und Tiefstkurse aus der Vergangenheit nicht hilfreich. Im Gegenteil, sie verwirren mehr, als dass sie nützlich sein können.
boerse.de, Jedes Investment hat zwei Seiten...
Auch in der aktuellen Marktsituation hilft es vielleicht nicht in Tiefst- und Höchstkursen zu denken sowie die Risiken, die plötzlich wieder auftauchen, nicht alleine als Bedrohung zu sehen und unbedingt zu meiden. Die Risiken müssen ausbalanciert werden.

Privatanleger tendieren dazu, sich auf eine der beiden Seiten zu konzentrieren. Damit machen sie normalerweise die Schwankungen der Börse prozyklisch mit, und das ist kontraproduktiv. Nehmen Sie E.ON (WKN: 761440). Ich habe schon am 5.4.2006 bei 91,80 € verkauft. Heute steht die aktie bei 99,85 € und das KGV ist mit 13 noch recht moderat. Die Aktie erfreut sich weiter der Gunst der Anleger. Habe ich falsch gehandelt?
Im Rückblick liegt man fast immer falsch. Dass heißt: man liegt nicht optimal. Privatanleger orientieren sich im Rückblick gerne an Höchst- und Tiefstkursen. Für die nach vorne gerichtete Investmententscheidung sind aber solche Höchst- und Tiefstkurse aus der Vergangenheit nicht hilfreich. Im Gegenteil, sie verwirren mehr, als dass sie nützlich sein können.
Permalink: Die zwei Seiten eines jeden Investments
Tags: Risiken Investment Kolumne
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