Die Verbraucherpreise in USA fallen niedriger als erwartet aus – Rally bei Aktien
August 16th, 2006

Die heute veröffentlichten Verbraucherpreise in den USA bestätigen die Hoffnung unter den Investoren, dass die Inflation in Amerika nicht problematische Ausmaßen annehmen wird und die Fed wohl weniger Anlass haben wird, die Zinsen weiter zu erhöhen.
Ohne Energiekosten und andere schwankungsanfällige Produkte stiegen die Verbraucherpreise nach Angaben von heute im Juli so langsam wie seit Februar nicht mehr und zwar um 0,2 Prozent zum Vormonat. Experten hatten im Schnitt mit einem kräftigeren Anstieg dieser so genannten Kernrate gerechnet, die für die Geldpolitik der Fed außerordentlich wichtig ist.
Via: Wiwo.de: Niedrige US-Inflation erfreut Investoren
Über die sensible Reaktion der Börse auf jede Nachricht, die in Richtung weniger Inflation geht, habe ich bereits hingewiesen. Trotzdem sollten wir nicht vergessen, dass die Liquiditätsabschöpfung der internationalen Notenbanken noch unterwegs ist.
In der Tat beziffern die Experten die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinserhöhung durch die Fed momentan mit ca. 18%. Die internationale Straffung der Geldpolitik ist aber noch nicht beendet. Und die zeitlich nachgelagerten Effekte der höheren Zinsen (und nicht zu ignorieren – der immer noch hohen Energiepreise) werden sich wohl in den kommenden Monaten noch auswirken.
Aber die fundamentale und die psychologische Lage spricht derzeit für eine mindestens faire Möglichkeit, gute Positionen in Aktien aufzubauen (falls Sie dies nicht längst gemacht haben). Für aggressivere Investments könnte aber noch zu früh sein – der Markt war noch nicht mit wirklich schlechten Nachrichten konfrontiert worden, und diese können im Zuge einer konjunkturellen Abkühlung durchaus noch kommen.
Dann wird die Inflation als ungefährlich gelten, aber die Gewinnsituation der Unternehmen könnte die nächste Sorge an den Märkten werden.
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