Die Politik erschwert das Aktiensparen

Februar 1st, 2007

Ab 31. Dezember 2008 soll die neue Abgeltungssteuer in Deutschland gültig werden. Dies wird, wie in einem Artikel bei fundresearch.de angeführt, zu deutlichen Mindereinnahmen für die Aktionäre führen, insbesondere wenn man längere Zeiträume betrachtet:

Nach einer Beispielrechnung des Bundesverbands der Deutschen Investmentindustrie (BVI) könnte ein bis Dezember 2008 gestarteter Aktienfondssparplan mit 100 Euro Monatseinzahlung nach 30 Jahren etwa mit einem Endvermögen von rund 150000 Euro rechnen. Wer ein paar Tage später im Januar 2009 loslegt, muss mit über 32000 Euro weniger kalkulieren.

Ab 2009 soll die neue abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent (plus Soli und Kirchensteuer 28,5 Prozent) in Kraft treten. Sie wird generell für alle Kapitalerträge wie Kursgewinne, Zinsen und Dividenden fällig und trifft vor allem Aktien. Die bislang nach einem Jahr Haltedauer steuerfreien Kursgewinne sollen dann auch für Langfristanleger voll besteuert werden.

Selbst wenn man die geplante Senkung der Steuerbelastung auf der Unternehmensseite (von 25 auf 15 Prozent) einberechnet, also berücksichtigt, dass mehr Unternehmensgewinne zur Ausschüttung bereitstehen beziehungsweise die Kurse treiben, bleibt ein exorbitanter Anstieg der steuerlichen Gesamtbelastung.

Ein deutscher Sonderweg. "International verbreitet", so der Sprecher des BVI, Frank Bock, "ist eine Abgeltungsteuer nur auf Zinsen und Dividenden."

Peer Steinbrück zeigt den Anlegern eine lange Nase

Die Abgeltungssteuer ist aber nicht gänzlich unbekannt in der Welt. Auch führende Nationen in Sachen Fonds- und Aktienanlagen für die Altersvorsorge wie die USA haben eine Abgeltungssteuer, allerdings von nur 18 Prozent. Frankreich und Italien erheben jeweils 16 und 12,5 Prozent.


Kategorien: Gesamtmarkt

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