Die Hausse der Angst
Januar 10th, 2007

Schön gesagt – die "Hausse der Angst". Obwohl ich langsam vorsichtig mit dieser Bezeichnung werde, scheinen einige Sentiment-Forscher sie noch sehr wohl für angebracht zu halten.
Selbst nach vier Jahren steigender Kurse sitzt die Angst noch in den Knochen der Anleger. Nicht so einfach lassen sich die bitteren Verluste aus der Vergangenheit vergessen. Dazu bräuchte man spezifischen charakter und Börsenkenntnis, die man sicherlich nicht von der breiten Masse erwarten kann.
Auch namhafte Börsenexperten sind sehr skeptisch. Der Anlageprofi Marc Faber etwa, der den Einbruch der Börsen 1987 und 2000 vorhersagte, empfiehlt den Verkauf von Papieren und sagt den Finanzmärkten eine "heftige Korrektur" voraus. Solche Prognosen begleiten die derzeitige Hausse von Beginn an. Mit Blick auf die Leitbörse in New York sind Börsianer noch vorsichtiger. Dem maßgeblichen Index S&P 500 trauen die von Sentix Befragten nur ein Plus von eineinhalb Prozent zu. Die Anleger befürchten einen Abschwung der US-Wirtschaft. Außerdem sind US-Aktien, gemessen am Gewinn der Unternehmen, teurer als europäische Aktien.
Handelsblatt.com:Hausse ängstigt die Anleger
Was für ein Argument ist das? Amerikanische Aktien seien teuerer als europäische. Immer sind entweder die einen oder die anderen teurer. Außerdem soll man die Aktien aus einem objektiven Standpunkt heraus beurteilen und Relationen nach Möglichkeit meiden.
Wir steigen immer noch an der "Wall of worry" hoch?
Kategorien: Anlegersentiment



