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Die EZB erhöht die Zinsen oder wo es mehr Prozente gibt

abgelegt im Archiv Gesamtmarkt , Währungen am 06.06.07

Die EZB erhöht die Zinsen oder wo es mehr Prozente gibt
Auf vier Prozent steigt der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) heute. Im September werden es dann wohl schon 4,25 Prozent sein. Und wenige Volkswirte erwarten sogar noch eine weitere Erhöhung auf 4,5 Prozent im Dezember. Was bedeutet dies für anleihen, Aktien, Sparkonten, Baukredite und den Euro?

Die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen lag 2005 zeitweise bei drei Prozent. Seither ist sie auf rund 4,4 Prozent gestiegen. Mit jeder Zinserhöhung in Euroland geht sie ein bißchen weiter hoch. Denn in der Regel sind die kurzfristigen Zinsen niedriger als die langfristigen. Wenn also der EZB-Zins auf vier Prozent steigt, sollte die Rendite der Anleihen auf 4,6 bis 4,7 Prozent gehen.

Das ist eine Faustformel, denn die Rendite der Anleihen wird ja nicht von der Notenbank festgesetzt, sondern durch die Akteure an den Anleihenmärkten bestimmt. Je nach Zinseinschätzung spekulieren sie daher schon mal in die eine oder die andere Richtung.

Aktien sind mit Leitzinsen von vier Prozent und Anleihenrenditen von 4,7 Prozent weiter das interessantere Investment. Denn rechnet man den Kehrwert des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) ergibt sich für Aktien eine Gewinnrendite von sieben Prozent oder mehr. Die Differenz zwischen Anleihenrendite und Gewinnrendite schrumpft so zwar, doch solange sie noch so groß ist, lohnen sich Aktieninvestments genauso wie Übernahmen. Letztere werden die Börsenkurse solange treiben, bis beide Renditeziffern wieder gleichauf liegen. Dafür müssen entweder die Aktienkurse steigen oder die Anleihenkurse fallen.

Sparer sollten bei ihren Banken nun nach höheren Tagesgeldzinsen fragen. Denn viele Institute erhöhen ihre Einlagensätze meist nur zögerlich, wenn die Leitzinsen steigen. Bei einem Leitzins von vier Prozent, sollte ein gutes Tagesgeldkonto auch vier Prozent bringen. Im Schnitt ist das aber nicht so. Wie die Sparzinsen sich entwickeln ist auf folgenden Seiten der FMH Finanzberatung gut nachzuvollziehen.
eins
zwei
Die besten Tagesgeldzinsen


Der Euro profitiert von einer geringeren Zinsdifferenz zu Dollaranlagen. In Amerika liegt der Leitzins schon seit Mitte 2006 bei 5,25 Prozent. Schon länger wird darüber spekuliert, wann die amerikanische Notenbank ihren Leitsatz senkt. Tut sie dies tatsächlich, würde der Abstand zwischen den kurzfristigen Zinsen in Amerika und Europa vielleicht bald auf Null schrumpfen. Das sollte gut für den Euro sein. Doch Vorsicht, die ersten glauben bereits an eine Kehrtwende der amerikanischen Währung, die seit geraumer Zeit fällt - trotz der hohen kurzfristigen Zinsen. Erst Außenseiter wie Barclays Capital erwarten dagegen eine weitere Zinserhöhung in Amerika. Die Briten glauben, dass die amerikanische Wirtschaft stärker ist als bisher alle glauben. Das würde auf eine höhere Inflation und damit feste Leitzinsen hindeuten.

Die Entwicklung der amerikanischen Leitzinsen ist eingeschränkt übrigens auch wichtig für die Anleihenrenditen in Europa. Denn der Leitmarkt für Bonds ist in Amerika. Sinken dort die Leitzinsen und in der Folge auch die Renditen für Anleihen, wirkt sich dies abgeschwächt wahrscheinlich auch auf die europäischen Renditen aus. Das heißt, statt 4,6 Prozent bleibt es vielleicht bei 4,4 Prozent in Europa - trotz höherer Leitzinsen der EZB.

Baukredite werden nun wohl eher teurer. Gute Konditionen sind über die Interhyp zu erfahren, einem modernen Vermittler von Hypothekenkrediten. Einen Überblick über Entwicklung von Baugeld bietet auch die FMH Finanzberatung.

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Tags: Zinsen  Kredite  EZB  Währungen  Währungspolitik  Geldpolitik  Leitzins 

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