Die drei Aktien des Fondsmanagers Frank Lingohr: Takeda, Diamond Offshore und Wincor Nixdorf
abgelegt im Archiv Börsentipp am 13.08.07
Einmal um die Welt oder Pharma, Energie- und Bankentechnik: Die konzentrierte Mischung, die Fondsmanager Frank Lingohr am Montag im "Profi-Tipp" der Rheinischen Post präsentierte, ist auf jeden Fall schon mal breit gestreut. Lingohr zeigt damit: Er ist in jedem Winkel der Welt zu Hause. Was also findet Lingohr an der japanischen Takeda Pharmaceutical, dem amerikanischen Öl-und Gas-Bohrunternehmen diamond Offshore und dem Hersteller von Bankautomaten und Kassensystemen, der deutschen Wincor Nixdorf aus Paderborn? Auffällig ist: Alle häufen Geld an, sie kaufen eigene Aktien und zahlen ordentlich Dividende.
Was Wincor Nixdorf macht: Bankautomaten, Kassensysteme, Pfandrücknahmesysteme - alles selbstgebaut. Geliefert wird die Hardware Banken- und Handelsunternehmen, hinzu kommen auf den Kunden zugeschnittene Software- und Outsorcingsysteme, mit denen sogar noch stärker das große Geld verdient wird.
Wo Wincor gut ist: Es wächst mit seinen Kunden, je größer letztere werden, um so unverzichtbarer werden die Leistungen aus Paderborn. Die Konkurrenz ist begrenzt, weil das Know-How schlecht kopierbar ist. Wincor gewinnt ständig neue Großaufträge, erst kürzlich von der Baumarktkette Praktiker.
Warum die Aktie interessant ist: Seit dem Hoch Ende Mai ist der Kurs um mehr als 20 Prozent gefallen. Regelmäßig werden eigenen Aktien zurückgekauft.
Was Diamond Offshore macht: In unergründlichen Tiefen auf hoher See nach Öl und Gas bohren, denn getrieben durch das starke Wachstum der Weltwirtschaft steigt die Nachfrage nach diesen Energieformen stark. Große Ölfirmen müssen daher neue Quellen erschließen, die jedoch immer schwerer, mit viel mehr Aufwand als früher zu erschließen sind und immer häufiger im Meer zu finden sind.
Wo Diamond gut ist: Hohe Gewinnmargen, weil es nur wenige Spezialisten gibt, die dieses extem aufwändige Geschäft betreiben. Die Auftragsbücher sind sowohl für dieses wie das nächste Jahr gut gefüllt.
Warum die Aktie interessant ist: Die Bilanz ist sehr gesund, Diamond zahlte Anfang des Jahres eine Sonderdividende, weitere sind nach Ansicht von Lingohr auch künftig möglich.
Was Takeda macht: Die größte Pharmafirma Japans produziert und vertreibt weltweit Arzneimittel, mit denen Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Störungen des Zentralnervensystems, Magen-Darm-Krankheiten und Krebs bekämpft werden. Da die Industriegesellschaften zunehmend überaltern, wächst die Nachfrage nach diesen Produkten stetig. Weltweit ist heute bereits jeder zehnte Mensch über 60 Jahre alt, der größte Teil davon lebt in Asien.
Wo Takeda gut ist: Das Unternehmen ist schuldenfrei.
Warum die Aktie interessant ist: Der Fünfjahresplan des Managements sieht vor, die Dividende stetig zu erhöhen. Die Auszahlungsrate soll von 30 auf 45 Prozent steigen. Weitere Aktienrückkäufe sind vorgesehen.
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Tags: Value Aktien ProfiTipp Börse Fonds Fondsmanager
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