Die Dax-Manager feilen schon an den nächsten Fitnessprogrammen
Dezember 18th, 2007

Bisher kannte ich Sebastian Klein nicht. Der Mann ist Geschäftsführer der Investmentgesellschaft der Commerzbank, der cominvest. Doch seit kurzem ist er mir sehr sympathisch geworden. Denn er glaubt wie ich, dass der Dax bis Ende 2009 bei über 10000 Punkten stehen könnte. Wie kommt er dazu, solch eine Wahnsinnsprognose von sich zu geben?
Die Bewertungen seien nach wie vor vernünftig, sagte er der "Euro am Sonntag". Das KGV liege mit 13 bis 14 deutlich unter dem langfristigen Schnitt von 15 bis 16. Außerdem sei im Gegensatz zu 2000 keine Liquidität durch Neuemissionen abgeflossen. Im Gegenteil: "Durch Rückkaufprogramme sind per saldo acht Prozent des Kapitals vom Markt verschwunden." Und da für die Entwicklung des Aktienmarktes die Unternehmensgewinne den Ausschlag gäben und nicht das gesamtwirtschaftliche Umfeld, sieht Klein keinen Grund zur Beunruhigung: "Die Vorstände gehen schon wieder ins Trainingslager. Die nächsten Fitnessprogramme kündigen sich bereits an." 2008 erwartet er den Dax zwar nur bei 8600 Punkten. Doch bis 2009 kann sich Klein vorstellen, dass die Marke von 10000 Punkten beim Dax fällt: "Trotz der gegenwärtigen Finanzmarktkrise bin ich der festen Überzeugung, dass der DAX in den kommenden 18 Monaten auf die 10.000 Punkte zu marschiert."
Kategorien: Gesamtmarkt




Naja, 10.000 Ende 2009 sind nur etwas über 10% Rendite im Jahr. So doll ist das nicht … Mit etwas Pech bekommt man dann ein Sharpe-Ratio, das schlechter ist als das von Bundesanleihen …
Ich bleibe im Endeffekt bei meiner Meinung: Aktien muss man kaufen, wenn sie zu billig sind. Wenn die fair bewertet sind, kann man kaufen, man kann es aber auch lassen.