Die 100-Prozent-Chance oder warum SKW Stahl-Mellallurgie eine gute China-Wette ist
abgelegt im Archiv Börsentipp am 02.08.07
SKW Stahl-Metallurgie gehörte ursprünglich zu Degussa. Dort hatte man sich um die Nischen Entschwefelung und Fülldrähte nicht sonderlich gekümmert. 2004 übernahm arques das Problem- Unternehmen und richtete es neu aus. Heute ist es saniert und läuft ausgezeichnet. Deshalb ist die Beteiligungsgesellschaft Arques vor kurzem vollständig ausgestiegen - mit großem Gewinn. Anlass war die Übernahme des Konkurrenten ESM, durch den SKW seine ohnehin gute Marktstellung noch einmal gestärkt hat. Das Unternehmen arbeitet in einer Nische, indem es sich auf Stahl von hoher Qualität konzentriert: Für die Stahlbranche produziert SKW vor allem Drähte, die gefüllt werden mit Pulver und Granulaten. In seinen beiden Segmenten ist SKW Weltmarktführer - mit großem Abstand zur Konkurrenz. Warum bleibt die Aktie interessant?
SES-Research urteilt in einer umfassenden Analyse von Mitte Juli so: SKW "ist bestens positioniert, um überproportional von dem dynamisch steigenden Bedarf der Schwellenländer Russland, Indien etc. nach hochqualitativem Stahl zu profitieren". Zwar sind die beiden Hauptmärkte - Fülldrähte sowie Pulver und Granulate - Nischen und daher mit einem weltweiten Volumen von 400 bis 500 Millionen Euro nicht besonders groß. Doch SKW hat derzeit folgende Vorteile:
1.Durch seine Größe und die breite regionale Präsenz hat SKW Skalenvorteile im Einkauf, der Verwaltung, der Produktion und der Forschung.
2.Im Bereich Fülldrähte beträgt der Marktanteil 35 Prozent, der nächste Konkurrent hat nur ein Fünftel davon
3.Im Bereich Pulver&Granulate kommt SKW auf einen Weltmarktanteil von 20 Prozent
4.Für große Stahlhersteller ist SKW der bevorzugte Partner, weil Qualität und Lieferzuverlässigkeit gewährleistet sind
5.Schon heute besitzt SKW langfristige Beziehungen zu den meisten der 50 größten Stahlhersteller
Das Wachstum der Gesellschaft hängt von der weltweit produzierten Stahlmenge ab. Diese stieg durch den gewaltigen Investitionsbedarf in den Schwellenländern, vor allem China, in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich. SES-Research betrachtet dieses Wachstum sogar als "unzyklisch". SES rechnet mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 23 Prozent pro Jahr, was zu einer Verdopplung des Umsatzes auf 390 Millionen Euro bis Ende 2009 führen könnte.
Entscheidend ist jedoch die Profitabilität. Hier sieht es ausgezeichnet aus:
1.2006 erzielte SKW eine Rendite auf das eingesetzte Kapital von 18 Prozent. Damit rechnet SES auch künftig.
2.Bis Ende 2009 soll sich der Gewinn auf 20 Millionen Euro mehr als verdoppeln.
3.Aufgrund des künftig stark steigenden freien Cash Flows errechnet SES eine Rendite von 15 Prozent. Daraus leiten die Analysten bis Ende 2008 ein Kursziel von 56 Euro ab. Die Folgejahre deuteten zudem ein erhebliches Aufwärtspotential an. Kursziel Ende 2009: 70 Euro.
4.Vergleicht man darüber hinaus, wie andere Zulieferer der Stahlindustrie bewertet sind, ergibt sich im Extrem sogar ein Kurspotential bis zu 127 Euro - auf der Basis der Kennziffer Unternehmenswert im Verhältnis zum Umsatz.
SES-Research urteilt: "Insgesamt sollte SKW damit in den nächsten Jahren erheblich von dem Wachstum nach hochqualitativem Stahl profitieren und dynamisch wachsen können. Ein Umsatz von mehr als 500 Millionen Euro im Jahre 2010 erscheint somit nicht ausgeschlossen."
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Tags: Stahl Fülldrähte Pulver Granulate Arques ESM
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