Der Dollar zeigt keine Schwäche nach der EZB-Zinserhöhung
Oktober 7th, 2006

Ich habe ja bereits auf die Situation auf den Devisenmärkten (USD-EUR) hingewiesen. Zwei Tage sind natürlich zu kurz, um unmittelbare Reaktionen erwarten und auch beurteilen zu können.
Eine gängige argumentation gegen den Dollar (wenigstens kurz- bis mittelfristig) war die asynchrone Geldpolitik von Fed und EZB, die in den kommenden Monaten wohl zu antizipieren wäre. Während die Fed signalisiert, dass sie möglicherweise am Ende der Zinserhöhungen steht, ist der Tenor der EZB ziemlich fest für Zinserhöhungen.
Normalerweise sollte man denken, dass wenn sich die relative Zinsdifferenz verringert, dies die Währung unterstützen sollte, deren Zinsen relativ steigen, also den Euro.
Ich wollte immer bei unterschiedlichen Anlässen und Analysen möglichst passend zum Ausdruck bringen, dass die Devisenmärkte nicht so funktionieren: wenn die Zinsen so, dann der Dollar so…
Wäre es nur so leicht!…
Zumindest die unmittelbare Reaktion des Marktes war mitnichten zu Gunsten des Euro. Und ich persönlich würde noch weitere Dollar-Stärke als Antwort auf die sich verringernde relative Zinsdifferenz erwarten. Nicht logisch? Ich hoffe, ich werde meine "Logik" diesbezüglich nach und nach erklären können.
Aber warten wir zunächst einmal ab…
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