Der Anlagenotstand löst sich nicht
abgelegt im Archiv Gesamtmarkt am 05.11.06
In der FAZ.net steht unter dem Titel "Lebensversicherungen immer unattraktiver" für mich noch ein weiterer Hinweis, dass sich der Zustand an den Finanzmärkten, den so manche (ich inklusive) als Anlagenotstand bezeichnen, fortsetzt.
Auch für die gewöhnlichen Sparer, insbesondere in dem "lebensversicherungs-verliebten" Deutschland, werden die Renditen eher magerer. Zumindest die garantierten:
Sparer, die entschlossen sind, eine kapitalbildende Lebens- oder rentenversicherung abzuschließen, haben guten Grund sich zu beeilen. Denn die deutschen Lebensversicherer werden wegen der niedrigen Anleihezinsen vom kommenden Jahr an für neue Verträge nur noch eine Zinsgarantie von 2,25 Prozent aussprechen. Bis zum 31. Dezember abgeschlossene Verträge haben dagegen noch einen Garantiezins von 2,75 Prozent, bieten also bei gleicher Einzahlung eine höhere garantierte Leistung. Dies gilt auch für einen großen Teil der steuerlich geförderten Riester-Verträge und für die betriebliche Altersversorgung, die meist auf Basis von Lebensversicherungen vereinbart werden.
Die kurzfristigen Zinsen sind/waren weltweit am Steigen, aber die langfristigen Investments verbleiben bei einer dürftigen Rendite, selbst wenn sich die langfristigen Zinsen mancherorts etwas nach oben bewegt haben. Die Versicherer geben die Renditen nicht gern weiter.

Permalink: Der Anlagenotstand löst sich nicht
Tags: Versicherer Zinsen Garantiezins Anlage Renditen Lebensversicherung Sparen Altersvorsorge
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