Dax oder Nicht-Dax: Wie blind sind wir eigentlich?
November 18th, 2007

Jeder fälscht seine Statistik so gut er kann. Das geht auch mit Charts – je nachdem aus welcher Perspektive man sie ansieht. Da gibt es eine fraktion, die findet einen Dax unter 7700 Punkten furchtbar. Kommt da nun Schlimmes? Vielleicht ein Dax unter 7000 Punkten. Der technische Analyst Wieland Staud gehört hierzu. Und es gibt die andere Fraktion, die kaufen jetzt schon, weil Milliardäre das auch tun. Ich empfehle da den Beitrag von Dietmar Scherf. Oder sie stellen fest, dass der Dax in seinem langfristigen Aufwärtstrend sogar nach oben ausgebrochen ist, so wie Thomas Grüner, der Vermögensverwalter aus Rodenbach.
Grüners Fazit lautet daher wie immer in den letzten Wochen vielsagend: "Die Angst geht um. Viele Investoren sind derzeit regelrecht orientierungslos. Zum wiederholten Male im laufenden Bullenmarkt werden reihenweise Argumente angeführt, die für einen neuen Bärenmarkt oder eine ausgedehnte Korrektur sprechen sollen. Die eigentlichen – eher im Hintergrund wirkenden – Treiber des laufenden Bullenmarktes werden dabei übersehen. Wir werden weiter jede Schwächephase in den nächsten Tagen nutzen, um unser Cashquote abzubauen und gezielt neue Positionen aufzubauen."
Fazit: 10000 Punkte im Dax bleiben mein Ziel. Aktien zu kaufen lohnt sich gerade jetzt – auch mit Blick auf die Abgeltungssteuer. Denn in einem Jahr können Käufe von heute steuerfrei verkauft werden und im Zweifel noch mal neue, langfristige Positionen aufgebaut werden.
Finanznachrichten Thomas Grüner
Finanznachrichten Abgeltungssteuer
Kategorien: Gesamtmarkt




welcher Treiber? Die Gewinnentwicklung? ROTFL. KBV > 2 –> Historisch TEUER. Dividendenrendite 2,x% –> Historisch niedrig. Nöh, ein billiger Markt sieht anders aus. Unter Risiko-Rendite-Überlegungen sahen die Anleihenmärkte lange nicht mehr besser aus.