Börse vor dem Hexensabbat

September 18th, 2008

Börse vor dem Hexensabbat
© Kecko

In heutigen Zeiten über die Börse zu berichten, kommt einer Art Katastrophenberichterstattung gleich. Bankpleiten in den USA, massive Kursrutsche an so ziemlich allen Börsen und vor allem stehen uns vermutlich die größten Turbulenzen noch ins Haus. Denn wie uns das Handelsblatt berichtet, findet jeweils am dritten Freitag der Monate März, Juni, September und Dezember der so genannte "Hexensabbat" statt. Was das ist? In dem Artikel findet sich eine recht rationale Erklärung für das eigentlich doch recht mystisch anmutende Phänomen:

Gleich mehrere große Gruppen von Derivaten werden am Montag fällig und daher heute zum letzten Mal gehandelt. Es geht dabei um Optionen und Futures auf Basis einzelner Aktien und Indizes. Der Wert dieser Papiere hängt vom Kurs der entsprechenden Aktie oder des Indexes ab. Für Käufer und Verkäufer der Derivate entscheidet also der morgige Handelstag über Gewinn und Verlust aus dem Geschäft.

Im Ergebnis wird mit heftigen Kursbewegungen gerechnet, die noch dazu unter dem Hintergrund der momentanen Krisenstimmung von besonderer Brisanz sein dürften. Doch ehe Sie nun als Laien auf das große Geld hoffen: Finger weg! Denn Analysten und auch der Verfasser des Handelsblatt-Artikels raten dringend davon ab, mit den Hexen bzw. den Profis zu tanzen. Und schon gar nicht in der momentanen Situation, wo Kurse binnen Minuten zusammenbrechen können.


Kategorien: Klima

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