Börse: Kaum noch Kleinanleger?
September 27th, 2008

© matze_ott
Halllooo! Sind Sie noch da? Halllooo! Wenn ich nämlich der Tageszeitung "Die Welt" Glauben schenke, dann ist die "Spezies" der Kleinanleger vom Aussterben bedroht. Und vermutlich werden die wenigsten Leserinnen und Leser dieses Weblogs zu den Top-Brokern im Land gehören. Also frage ich mich nun einfach mal genauso sinnfrei wie der Autor des Artikels: Wie sieht er aus, wie tickt er, und was könnte sein Überleben sichern. (gemeint ist natürlich der Kleinanleger)
Immerhin scheint das Aussterben ein langsamer prozess zu sein. Verglichen mit – beispielsweise den 60er, 70er, 80er und auch 90er Jahren sind es nämlich immer noch enorm viele Kleinanleger. Nur an das Boom-Jahr 2001 sollte man nicht mehr denken:
Inzwischen haben weniger als zehn Millionen Bundesbürger Geld an der Börse. Im Vergleich zum Höchststand aus dem Jahr 2001 hat sich damit fast ein Viertel der Privatanleger von der Aktienanlage verabschiedet. Und ein großer Teil der verbliebenen Aktionäre spielt nicht mehr mit, blickt frustriert einmal im Quartal in sein Depot, sieht das Minuszeichen vor der Telekom und macht den Computer wieder aus.
Trotz der – wie ich finde – überzogenen Sorge um die Zukunft des Kleinanlegers ist der Artikel interessant und liefert spannende Einblicke in eine Anlegermesse. Ob die geschilderten Phänomene dabei immer so ganz repräsentativ sind, steht auf einem anderen Blatt.
Kategorien: Analysen




Ich finde den Trend auch weniger extrem. Viele Anleger haben eben kapiert, dass es sicherere Anlagemöglichkeiten gibt.