Bank of England überrascht mit Zinsanhebung
Januar 14th, 2007

Das Ereignis der Woche kam eigentlich aus Großbritannien. The bank of england erhöhte den Leitzinssatz um 25 Basispunkte auf nun 5,25 Prozent und überraschte mit diesem Schritt die meisten Beobachter und Volkswirte, die relativ fest von einer weiteren Zinspause überzeugt waren.
Der globale Markt reagierte dennoch nicht sonderlich.
Die Begründung des Zinsschrittes kann man im Originalton hier nachlesen. Die wichtigste Passage, die zugleich beruhigend (wegen der guten wirtschaftlichen Entwicklung) wie zur Vorsicht mahnend (weil Inflation nicht vom Tisch) lautet:
Sterling has risen and oil prices have fallen back. But the margin of spare capacity in the economy appears limited, adding to domestic pricing pressures. CPI inflation was 2.7% in November. It is likely that inflation will rise further above the target in the near term, but then fall back as energy and import price inflation abate. Relative to the November Inflation Report, the risks to inflation now appear more to the upside.
Ich habe bereits meine Vorbehalte gegen eine zu frühe Annahme, der Zinserhöhungszyklus (hier ist vor allem die Fed gemeint) sei beendet. In der Tat, vieles deutet darauf hin, aber wirklich vorbei ist es noch nicht. Die Bank of England hat uns hier ein gutes Zeichen gegeben. Die Märkte – wie gesagt – reagierten gelassen. Lieber wäre mir, ein kleiner Schritt nach unten, der dieses Zeichen etwas "abdiskontiert".
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