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Gesamtmarkt
von Heidi P. Trabert am 18.09.07

Eine Ursache dafür sei auch der Zusammenbruch des Kommunismus, glaubt Greenspan. Langsam, aber sicher würden nun die Folgen für die Weltwirtschaft geringer. Es sei daher mit einem wachsenden Inflationsdruck zu rechnen. Nun könnten sogar zweistellige Leitzinsen notwendig werden, die es schon lange nicht mehr in den großen Industriestaaten gab. "Ich befürchte, dass meine Nachfolger im geldpolitischen Rat auf populistischen Widerstand im Kongress, womöglich sogar im Weißen Haus treffen werden, wenn sie die Preisstabilität zu sichern versuchen." Gäbe die Fed diesem Druck nach, schreibt die FAZ, wäre mit deutlich höheren Inflationsraten und höheren langfristigen Zinsen von "mindestens acht Prozent" zu rechnen. Das wären drei Prozent mehr als derzeit.
Solcherlei befürchten die Pessimisten schon lange. Nun schwingt sich sogar der gewichtige Ex-Währungshüter Greenspan zu deren Fürsprechern und zum neuen Crash-Guru auf. Das lässt befürchten: Der nächste Crash kommt bestimmt. Nur wann? Vorerst eher wohl noch nicht: Erst sollte der Dax noch auf 10000 Punkte steigen. Dann wäre er vielleicht reif zum Abschuss - aber nur wenn Amerika in eine Rezession schießt. Das will Helikopter-Ben Bernanke als neuer Fed-Chef bestimmt verhindern. Die Hoffnung stirbt eben zuletzt.
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